Dax 11240.0 0.32%
MDax 21723.0 1.17%
TecDax 1756.5 1.27%
BCDI 133.37 0.00%
Dow Jones 19756.85 0.72%
Nasdaq 4894.66 0.78%
EuroStoxx 3212.0 0.53%
Bund-Future 161.54 0.08%

Kolumne11:57 27.05.16

Börsenexperte und Autor Christian Lukas

Das Warten auf die Welle

Guten Tag, liebe Leserinnen und Leser,

die meisten Trader starren nur auf ihren Kontostand. Dabei unterschätzen sie regelmäßig, dass es auch ein „psychisches Kapital“ gibt. Mentale Stärke ist ebenfalls eine Ressource, die nur in begrenzter Menge zur Verfügung steht. Der Effekt ist verständlich. Sobald ein Trader nervlich überlastet ist, trifft er schlechtere Entscheidungen.

Objektivität ist der wichtigste Erfolgsfaktor für Entscheidungen. Sobald der Trader sich genervt oder ausgebrannt fühlt, trifft er seine Handelsentscheidungen zu früh, zu spät oder überhaupt nicht. Es ist unvermeidbar, dass sich dieses Verhalten langfristig negativ auf die Handelsergebnisse auswirkt.

Dem Zufall muss man Platz geben

Eine der wichtigsten Maßnahmen für den Erhalt des mentalen Kapitals ist das Akzeptieren von externen Einflüssen. Wenn zum Beispiel Politiker unerwartete Politik machen, oder die Fed-Chefin Janet Yellen sich verspricht, dann reagieren darauf die Börsen. Es sind zufällige und manchmal heftige Marktbewegungen, die unkalkulierbar sind. Der Zufall ist immer auch ein Bestandteil des Marktes.

Eine Welle erwischen

Unsere Aufgabe als Trader ist es nicht, uns über die Dinge zu ärgern. Betrachten Sie den Markt als Meer mit kleinen und großen Wellen. Ein guter Trader ist wie der Surfer, der auf eine große Welle wartet, um sie zu surfen. Die große Welle kann er nicht erzwingen. Und wenn es keine gibt, dann gibt es auch nichts zu tun. Sobald sich aber die große Welle aufbaut, muss der Surfer hellwach sein. Es zählt nur, die Welle zu erwischen, und auf ihr möglichst lange zu reiten.

Das ist genau die Haltung, die ein Trader benötigt. Ein gewisses Maß an Gelassenheit und trotzdem konzentriert bei der Sache. Wenn etwas Unvorhergesehenes passiert, dann nimmt man es hin. Der Zufall wäre kein Zufall, wenn er berechenbar wäre. Nur ein schlechter Trader lamentiert und trauert der Vergangenheit hinterher. Als Nebenprodukt verbraucht er unnötige Energie, die sein mentales Kapital reduziert.

Beeinflussen können wir nur unser eigenes Handeln. Jeder Markt enthält berechenbare und unberechenbare Anteile. Konzentrieren wir uns lieber auf den berechenbaren Teil. Wir werden bessere Trader, wenn wir Ruhe bewahren, und uns auf die großen Wellen konzentrieren. Deshalb sollten wir demütig die Gelegenheiten annehmen, welche der Markt anbietet.

Viel Erfolg wünscht Ihnen,

Christian Lukas
Chefredakteur
Dax-Hebel-Trader


P.S.: Der Weg des Traders ist ein langfristiger. Erfolgreich sind wir, wenn wir mit einem statistischen Vorteil geduldig auf unsere Chancen warten.
Volltextsuche
Neu Im Fokus
Aktueller Chart
  • Massiver Kursgewinn seit Italien-Referendum!
  • Überraschender Gewinn im dritten Quartal!
  • War das erst der Anfang?

Performance Dax-Aktien 3. Quartal 2016

Platz: 30
Unternehmen: E.ON
Von 9,10 auf 6,30 Euro
Performance: -30,77%

Tipp: Alles zu den langfristig sichersten und erfolgreichsten Aktien der Welt erfahren Sie im kostenlosen Newsletter „Aktien-Ausblick“, den Sie hier gerne anfordern können...
Champions-Timing - der richtigen Zeitpunkt ist entscheidend
Champions-Timing - der richtigen Zeitpunkt ist entscheidend
Unsere Einstiegs-Strategie: Nicht jeder Tag ist Kauftag. Die Gewinn-Chancen der Champions aus dem boerse.de-Aktienbrief lassen sich durch die Wahl des richtigen Einstiegszeitpunkts nochmals erheblich verbessern. Dafür bedarf es keinen hellseherischen Fähigkeiten, sondern es gilt, Kauf- und Nachkaufsignale mit Ruhe und Disziplin zu beachten.