Kolumne13:00 05.02.12
Der Mythos Super-Bowl-Indikator
Guten Tag, liebe Leserinnen und Leser,
es ist wieder soweit: Am Sonntag steigt eine der größten Sportveranstaltungen des Jahres. Der Super-Bowl XLVI geht in Indianapolis über die Bühne. Zeit für viele Medienvertreter den so genannten Super-Bowl-Indikator rauszukramen und damit auf den Zug des Zyklen-Analyse aufzuspringen. Formal sehr verlockend. Denn:
Im Super-Bowl treffen stets am ersten Wochenende im Februar die Sieger der American Football Conference (AFC) und der National Football Conference (NFC) aufeinander. Seit Jahren erfreut es sich unter Analysten deshalb großer Beliebtheit, aus dem Ausgang des Super Bowls einen Rückschluss auf den Verlauf des Börsenjahres zu untersuchen. Das Ergebnis:
Insgesamt 21 Mal gewann ein Team aus der AFC den Super Bowl. Von diesen Jahren konnte der Dow Jones 12 mit Kursgewinnen beenden (57%). Dabei ergibt sich insgesamt eine durchschnittliche Performance von 2,9%. 24 Mal gewannen hingegen Mannschaften aus der NFC, was in 20 Jahren zu Dow-Gewinnen führte (83%). Für die Performance ergibt sich hier im Schnitt ein Wert von 8,9%. Auf den ersten Blick sollten Börsianer also den Teams aus der NFC – in diesem Jahr den New York Giants – die Daumen drücken. Aber:
Eine Untersuchung auf eine Abhängigkeit zwischen zwei Variablen macht natürlich nur dann Sinn, wenn hier auch ein logischer Zusammenhang besteht. Mein Ökonometrie-Professor an der Universität in Kiel hatte dazu immer einen eingängigen Spruch parat: „Wenn Sie lange genug suchen, finden Sie auch einen statistischen Zusammenhang zwischen den Kapitalmärkten und der Ampel-Schaltung in Kiel-Nord…“ Wenn Sie also zukünftig von solchen vermeintlichen Börsenzyklen lesen, sollten Sie sich immer die Frage stellen, ob die „Analysen“ auch dem gesunden Menschenverstand standhalten. Noch zwei Sätze zur aktuellen Lage:
Die Märkte kennen derzeit kein Halten mehr. Vor allem die deutschen Indizes laufen wie am Schnürchen. Im Zyklen-Trader hatten wir diesen Trend rechtzeitig erkannt und verbuchen mit unseren Positionen nach nur wenigen Wochen schon Gewinne von bis zu 50%. Natürlich ist kurzfristig eine Korrektur überfällig, aber ich empfehle Ihnen dringend, sich nicht gegen den vorherrschenden Trend zu stellen. Im Gegenteil: Es gibt auch jetzt noch Derivate, die auf Sicht weniger Wochen Verdopplungspotenzial besitzen, wie z.B. der Schein, den wir heute im Zyklen-Trader kaufen. Wenn auch Sie dabei sein möchten, finden Sie
hier weitere Informationen.
Mit bester Empfehlung
Ihr
Alexander Coels