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Kolumne08:54 22.11.11

Börsenexperte, Experte und Author Gerhard Mahler
Der Rest des Jahres

Guten Tag, liebe Leserinnen und Leser,

langsam wird es Zeit, an die große Zwölfmonatsbilanz zu denken: Der Endspurt beginnt, und 2011 geht sicher als ein denkwürdiges Aktienjahr in die Geschichte ein. Erstaunlich unter den gegenwärtigen Umständen: Beim DAX stehen von Bankenseite für die verbleibenden Wochen noch sehr mutige „Zielbereiche“ von 6.300 bis 6.500 Punkte im Raum. Doch etlichen Analysten aus dem gleichen Lager zufolge könnten es am Schluss auch nur 5.000 Punkte werden. Ganz ähnlich ist die Situation für die Wall Street-Indizes. Dem Standard & Poors 500 werden von prominenter Seite 1.325 Punkte zugebilligt, was annähernd dem Jahreshoch entspräche. Doch 1.100 Punkte sind für den Ultimo ebenfalls zu finden. In Kürze sollte sich entscheiden, wie das Rennen ausgeht: Noch einer oder sogar mehrere Versuche aufwärts, die dann auch gelingen und nicht scheitern wie die letzten beiden Anläufe. Oder die „Auflösung“ abwärts, falls die bisher standhaften nächsten Unterstützungen nicht halten sollten.

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Für meine Begriffe sind die genannten Zielzonen auf der Ober- wie auf Unterseite zu weit entfernt. Das heißt: Die an sich günstige Saisonalität müsste sich schon von ihrer besten Seite zeigen (womöglich mithilfe der Europäischen Zentralbank), um den DAX weit über die 6.000 Punkte zu heben. Und die jetzt bekannten Abwärtsrisiken dürften auf dem aktuellen Kursniveau eingepreist sein. Soll heißen: Es müsste eine ganze Ladung neuer schlechter Nachrichten auftauchen, um die Baisse-Spirale nochmal in Gang zu setzen. Womit wir einmal mehr bei den Prognosen wären. In meinem Archiv habe ich zwei Artikel zu den Aussichten für 2011 gefunden, beide aus renommierten Wirtschaftsblättern. „Ein wesentlicher Grund für den Optimismus ist die Abwesenheit eines dominierenden Risikofaktors,“ heißt es da. Und: „Für den deutschen Leitindex sind 8.500 Punkte wahrscheinlicher als 6.500 Punkte.“ Ja, das Börsenjahr hätte ganz ordentlich werden können, wenn da nicht die hässliche Schuldenkrise mit all ihren Gefahren wäre, die besonders seit dem August-Crash durch die Handelssäle geistert. In dieser Ausgabe lesen Sie das Wichtigste zu den fundamentalen Aspekten, zur Chart- und Markttechnik sowie den sich daraus ergebenden Chancen und Risiken für die kommenden Tage und Wochen. Das Handelsergebnis des Kurzfrist-Trader (KFT) in diesem Jahr beläuft sich per heute auf 469% Gewinn.

Viel Erfolg mit ihren Investments

Gerhard Mahler


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Mahler 's Kurzfrist-Trading-Bilanz

 TrefferquotePerformance
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