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Dow Jones 19270.35 0.1%
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Kolumne13:25 28.05.15

Börsenexperte und Autor Thomas Müller

Der Trade des Jahrhunderts

Guten Tag, liebe Leserinnen und Leser,

die Anleihenmärkte hatten in diesen Tagen rund um den Globus zeitweise in den Crash-Modus geschaltet. So ist die Umlaufrendite öffentlicher Anleihen vom Tiefpunkt bei 0,05% am 17. April bis 0,61% per 7. Mai geklettert, was einer Verzwölffachung entspricht. Steigende Zinsen bedeuten sinkende Anleihennotierungen, und nach Berechnungen von Merrill Lynch haben die Bond-Märkte, die ein unvorstellbares Volumen von mehr als 45 Billionen US-Dollar aufweisen, damit rund 900 Milliarden Dollar an Marktkapitalisierung verloren. Dazu passt:

Bond-Guru Bill Gross hatte im April via Twitter zehnjährige Bundesanleihen als „short of a lifetime“ bezeichnet, dabei aber betont, dass sich ein Einstieg in diesen Trade erst empfiehlt, wenn die EZB ihre Anleihenkäufe eingestellt hat. Was Bill Gross den „Leerverkauf eines Lebens“ nennt, beschrieb ich anlässlich des 25. Börsenverlag-Jubiläums 2012 im Report „Meine Börsenvision für die nächsten 25 Jahre“ als „Der Jahrhundert-Trade“. Denn:

Die Zinsen fallen bereits seit Anfang der 1980er-Jahre, wobei die Umlaufrendite 1981 im Hoch bei 11,40% gelegen hatte und 1990 bei 9,20%. Von 1998 bis 2008 oszillierte die Rendite um die 4%-Marke, um dann mit Ausbruch der Finanzkrise und damit in Reaktion auf eine historisch beispiellose Geldvermehrungs-Orgie der Notenbanken ins Nirvana abzustürzen. Doch:

Auch Zinsen entwickeln sich nicht zufällig, sondern folgen einem Zyklus. So markieren beispielsweise US-Staatsanleihen im Abstand von 30 Jahren bedeutende Umkehrpunkte, was sich bis ins 19. Jahrhundert zurückverfolgen lässt. Nach deutlich mehr als drei Jahrzehnten fallender Zinsen ist die langfristige Aufwärtswende überfällig, die – sobald es dazu kommt – natürlich ganz erhebliche Auswirkungen auf die Finanzmärkte haben wird. Wie schon öfter erklärt:

Eine ganze Generation von Anlegern und Fondsmanagern kennt nur fallende Zinsen, also steigende Anleihenkurse. Ein aufwärtsgerichteter Zinszyklus wird Anleihenbesitzern aber über Jahrzehnte hinweg Kursverluste bescheren, womit beste Chancen bestehen, dass dadurch ein Umdenken in Richtung Aktie stattfindet. Das ist Zukunftsmusik, doch die jüngsten Zinsturbulenzen deuten an, wie gefährlich die Anleihenmärkte mittlerweile geworden sind. Bedenken Sie:

Wir befinden uns inmitten der größten Anleihenblase aller Zeiten, die – wie jede Blase – platzen wird. Denn eine Bond-Rendite von 1% bedeutet ein Kurs-Gewinn-Verhältnis von 100, und wenn die Rendite auf 2% steigt, beträgt das Anleihen-KGV noch immer 50! Dem stehen in der Masse Aktien-KGVs zwischen 10 und 20 gegenüber, bei Dividendenrenditen von 2% bis 3%. Fazit:

Die Aktienkurse sind nur „optisch“ hoch, denn im Vergleich zu Anleihen waren Aktien noch niemals so billig wie 2015. Unsere Champions-Aktien bieten deshalb das denkbar beste Chance-Risiko-Verhältnis und eröffnen gleichzeitig für die nächsten Jahre herausragende Gewinnchancen!

Mit bester Empfehlung
Ihr

Thomas Müller
Herausgeber
boerse.de-Aktienbrief



P.S.: Dies ist das Editorial aus dem boerse.de-Aktienbrief, dem Börsenbrief für die laut Performance-Analyse 100 erfolgreichsten und sichersten Aktien der Welt. Wenn auch Sie Ihr Kapital mit diesen Champions-Aktien im Schnitt alle vier Jahre verdoppeln wollen, lade ich Sie herzlich ein, den boerse.de-Aktienbrief hier 14 Tage kostenlos zu testen.

TM's empfohlene Sachwertinvestments

Wertvor 10 JahrenKurs akt.Performance
Silber 13,63 16,72 22,74%
Gold 627,75 1.172,50 86,78%
BCI 15.121,50 26.469,60 75,05%
Apple 12,44 109,95 783,98%
Nestlé 26,68 63,29 137,21%
BCDI 35,41 129,26 265,04%
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Performance Dax-Aktien 3. Quartal 2016

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