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Kolumne09:56 09.08.12

Börsenexperte, Experte und Author Stefano Angioni
Deutsche Post: Weiterer Optimismus macht sich breit

Während an anderer Stelle die Sorgen vor einer Abkühlung der Weltwirtschaft überhand gewinnen, zeigt sich die Deutsche Post optimistisch über die eigene Geschäftsentwicklung und steigert sogar die Prognose für das Gesamtjahr 2012. Dabei konnte der DAX-Konzern die Analystenwelt nicht nur mit der angehobenen Prognose überzeugen, sondern auch mit Ergebnissen bei Umsatz und Gewinn für das zweite Quartal 2012, die über den vorherigen Markterwartungen lagen.

 

Das Unternehmen konnte im zweiten Quartal den Konzernumsatz auf 13,7 Mrd. Euro steigern. Dies bedeutet ein Plus von 7,3 Prozent im Vergleich zum Ergebnis des Vorjahresquartals (12,8 Mrd. Euro). Beim Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit (EBIT) musste der DAX-Konzern allerdings einen leichten Rückgang um 3,4 Prozent auf 543 Mio. Euro verbuchen. Hierbei machte sich ein negativer Einmaleffekt bemerkbar, bei dem die Deutsche Post zusätzliche Rückstellungen für eine anstehende Umsatzsteuernachzahlung bilden musste. Im zweiten Quartal wurde das EBIT dadurch um 181 Mio. belastet. Allerdings lag das Unternehmen mit seinem Ergebnis trotzdem deutlich über den Konsensschätzungen von 396 Mio. Euro. Auf Halbjahressicht stand ein Umsatzanstieg von 5,8 Prozent auf 27,1 Mrd. Euro. Das EBIT wurde im Vergleich zum ersten Halbjahr 2011 um 3,6 Prozent auf 1,2 Mrd. Euro gesteigert. Beim Periodenergebnis ging es sogar um 21,7 Prozent auf 734 Mio. Euro nach oben.

 

Besonders erfreut zeigte man sich auf Unternehmensseite darüber, dass das Umsatzwachstum im zweiten Quartal an Dynamik gewonnen und über dem Wachstum des ersten Quartals gelegen hatte. Dabei trugen im Besonderen die DHL-Unternehmensbereiche und das gute Geschäft in den Wachstumsmärkten Asiens zu den Umsatzzuwächsen bei. Daneben wächst die Paketsparte im Unternehmensbereich BRIEF unverändert stark.

 

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Aufgrund der guten Geschäftsentwicklung des ersten Halbjahres erhöhte die Deutsche Post ihre Jahresprognose. Demnach erwartet das Unternehmen für das Geschäftsjahr 2012 ein Konzern-EBIT in Höhe von 2,6 Mrd. Euro bis 2,7 Mrd. Euro (bisher 2,5 – 2,6 Mrd. Euro). Laut Konzernangaben sollte der Unternehmensbereich BRIEF dazu unverändert 1,0 Mrd. Euro bis 1,1 Mrd. Euro beitragen. Für die DHL-Unternehmensbereiche wurde die Prognose auf rund 2,0 Mrd. Euro (von zuvor 1,9 Mrd. Euro) angehoben.

Die veröffentlichten Konzernzahlen waren besser als vom Markt erwartet. Zusätzlich bedeutete die Anhebung der Guidance eindeutig eine positive Überraschung im aktuellen Marktumfeld und vor dem Hintergrund von möglichen Einmalbelastungen (Beispiel Neckermann-Insolvenz), woraus weiteres Kurspotential resultiert. Aus diesem Grund hat das DZ BANK-Research die Schätzungen erhöht und daraus einen neuen fairen Wert für die Aktie des Unternehmens von 19 Euro abgeleitet. Dabei ist die Aktie der Deutschen Post derzeit, trotz des jüngsten Aufwärtstrends, der das Papier seit Jahresbeginn um rund 30 Prozent ansteigen ließ, mit einem 2012er-KGV von 11,5 und einer Dividendenrendite von 4,8 Prozent vor allem im Vergleich zur Branchenkonkurrenz aus den USA wie UPS und FedEx attraktiv bewertet.

Sollte den gesamten Aktienmarkt die südeuropäische Schuldenkrise belasten, wird auch eine Deutsche Post davon nicht unberührt bleiben. Wir empfehlen daher besser auf eine konservativere Anlage als Alternative zum Direktinvestment zu setzen. Die Protect Aktienanleihe auf die Deutsche Post-Aktie (WKN: DZ9UUQ) hat einen Kupon von 7 Prozent p.a. und einen Sicherheitspuffer von rund 26 Prozent.


Stand 08.08.2012

 

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