boerse.de - Europas erstes Finanzportal
Dax6.368,000,82%Dow Jones12.529,750,26%EUR-USD1,25900,47%
MDax10.228,000,38%Nasdaq2.531,35-0,61%Rohöl (WTI)91,060,07%
TecDax753,000,46%EuroStoxx2.163,260,31%Gold1.563,700,22%

Kolumne09:51 16.02.12

Börsenexperte, Experte und Author Christoph A. Scherbaum
Deutscher Aktienmarkt: Ist nun der Trend in Gefahr?
Guten Tag, liebe Leserinnen und Leser,

aufgrund sehr guter Vorgaben aus Japan und New York schaffte es der deutsche Leitindex DAX zur Wochenmitte fast, an sein Jahreshoch von 6.838 Punkten heranzukommen. Doch so schön die zwischenzeitlichen Gewinne von über 1 Prozent auch waren, so schnell waren diese auch wieder dahin.

Wie sollte es dieser Tage auch anders sein - waren es einmal mehr schlechte Nachrichten zum ewigen Griechenlanddrama, die den DAX seiner Tagesgewinne beraubten. Im Tagesverlauf machten Gerüchte die Runde, die Euro-Gruppe plane einen Teil des zweiten Hilfspakets von 130 Mrd. Euro auf die Zeit nach den griechischen Wahlen zu verschieben, da man erst dann Gewissheit haben könnte, wie die einzelnen Parteien zu den Sparmaßnahmen stehen würden. Erst nachdem sich der Sozialisten-Chef Giorgos Papandreou und der Vorsitzende der Partei Nea Demokratia, Antonis Samaras dazu bekannten, auch nach den Wahlen zum Sparprogramm zu stehen, entspannte sich die Situation auf dem Frankfurter Parkett etwas.

Zuvor war es eben den schlechten Nachrichten aus Griechenland zu verdanken, dass eine positive Wirkung, durch den überraschend starken Anstieg des Empire-State-Index, auf den DAX, zunächst verpuffte. Der Index kletterte im Februar auf plus 19,53 Punkte, nach einem Wert von 13,48 im Monat Januar. Somit wurde auch gleichzeitig der höchste Wert seit Juni 2010 erreicht. Die Analystenschätzungen bewegten sich zuvor im Schnitt bei einem Anstieg auf 15 Punkte.

Anzeige


 

Es ist und bleibt zum Haare raufen, denn so lange das Griechenland-Problem immer noch über den Köpfen der Anleger schwebt, wird auch die Unsicherheit aus den Märkten nicht verschwinden. Auch heute wird Griechenland in den Köpfen der Investoren schwirren und das wird auch so lange der Fall sein, bis eine nachhaltige Lösung für das schuldengeplagte Land gefunden wird. Nur wird jeder die Frage etwas anders beantworten, was eine „endgültige Lösung“ ist. Wird dies nach den Wahlen der Fall sein, nachdem ein Schuldenschnitt mit den privaten Gläubigern ausgehandelt wurde oder vielleicht nachdem das Land zu wirtschaftlichem Wachstum zurückgekehrt ist? So lange wird das Griechenland-Problem die Märkte beherrschen. Ein Blick auf den heutigen Tag:

Am heutigen Donnerstag sollte der EZB Monatsbericht (Februar) im Fokus des europäischen Interesses stehen. In den USA steht die wöchentliche Veröffentlichung der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe auf dem Programm. Daneben werden u.a. die Erzeugerpreise (Januar), der Bloomberg Consumer Comfort Index, der Philly Fed Index (Februar) und der wöchentliche EIA Erdgasbericht bekannt gegeben. Bei den Unternehmenszahlen dürften die Berichte von ABB, Electricité de France (EDF), General Motors, Nestlé, Renault, Société Générale und von Zurich Financial Services besondere Beachtung finden.

In diesem Sinne, noch einen erfolgreichen Börsentag
Ihr

Christoph Scherbaum

Börse aktuell

Wert Aktuell %
DAX 6.365,08 0,77
MDAX 10.217,37 -0,13
TecDAX 753,48 0,21
EURO STOXX 50 2.162,90 0,29
Dow Jones Industrial 12.529,75 -0,09
Nasdaq 100 2.546,70 0,60
Gold 1.562,78 0,16
Silber 28,36 0,56
Rohöl (WTI) 90,95 -0,04
Euro/Dollar 1,2580 0,39
Bund-Future 143,94 -0,03