Kolumne08:48 15.08.12
Deutschland trotzt der Euro-Krise
Guten Tag, liebe Leserinnen und Leser,
hätten Sie das gedacht? Dass wir in Deutschland und Frankreich trotz der Euro-Krise noch eine starke Wirtschaft haben? Mit „stark“ meine ich ein BIP, das besser ist, als es Experten im Vorfeld erwartet hatten. Unser deutsches Bruttoinlandsprodukt ist nämlich im zweiten Quartal um 0,3 Prozent gestiegen. Volkswirte hatten nur mit einem Plus von 0,2 Prozent gerechnet. Und unsere lieben Nachbarn, die Franzosen? Haben immerhin noch eine Stagnation ihrer Wirtschaft hinbekommen.
Doch sind wir ehrlich: Wir und die Franzosen sind die Ausnahme in der Eurozone, die insgesamt um 0,2 Prozent schrumpfte und vor einer neuen Rezession steht. Umso erstaunlicher, dass unser
DAX weiter mit der 7000er-Marke kämpft und nicht wegen der Sorge um eine neue Rezession auf Keller-Kurs.

Schön wäre, wenn wir diese Grundstimmung heute wieder auf dem Parkett hätten, auch wenn zugegebenermaßen die Umsätze des gestrigen Tages schon recht dünn waren.
Am heutigen Mittwoch richtet sich der Blick der Anleger auf die USA, wo die Verbraucherpreise für Juli veröffentlicht werden. Am Markt wird dabei erwartet, dass der Anstieg der Verbraucherpreise weiter an Dynamik verliert. Es wird eine Inflationsrate von 1,5 Prozent erwartet, die sich damit noch weiter vom Inflationsziel der US-Notenbank Fed von 2 Prozent entfernt haben dürfte. Seitens der Unternehmensberichte wird es heute nicht viele Highlights geben. Unter anderem gewähren Air Berlin, Manz und MVV Energie einen Blick in ihre Bücher. Nachbörslich wird dann noch in den USA Cisco seine Quartalszahlen präsentieren.
In diesem Sinne, noch einen erfolgreichen Börsentag
Ihr
Christoph Scherbaum
Chefredakteur
BAC-Börsenausblick