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Kolumne15:18 27.12.11

Börsenexperte, Experte und Author Holger Wentz
Diamanten-Special - Teil 2
Guten Tag, liebe Leserinnen und Leser,

im ersten Teil unseres kleinen Diamanten-Specials haben wir damit begonnen, uns im Detail mit den Besonderheiten der für die Preisfindung der Glitzersteine so wichtigen Kategorisierung zu beschäftigen. Dabei haben wir erfahren, dass die Einsortierung und somit die Bestimmung der Werthaltigkeit von Diamanten anhand der „Vier C´s“ erfolgt: Carat, Cut, Clarity und Colour.

Über die Bedeutung des Gewichts (Carat) haben wir uns bereits im ersten Teil unterhalten. Heute wenden wir uns dem Cut zu, der neben dem Gewicht eine ebenso wichtige Rolle für die Qualität eines Diamanten spielt.

Aussehen und Wirkung eines Diamanten werden durch den Schliff geprägt

Das typische Erscheinungsbild eines Diamanten, sein edles Aussehen und die elektrisierende Wirkung werden maßgeblich durch die Qualität des Schliffes des Steins, den so genannten Cut, bestimmt. Nur wenn ein Stein sehr präzise und hochprofessionell geschliffen wurde, kann er seine Stärken voll entfalten. Die edle Brillanz und die betörenden Reflexion des Lichtes sind in erster Linie eine Folge des perfekten Schliffs.

Es werden drei Unterkategorien unterschieden, wenn Experten sich über den Cut unterhalten. Schliffform, Größenverhältnis und Schliffausführung. Schauen wir uns das noch ein wenig genauer an.

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Schliffform oder Shape: Unter der Schliffform wird die Art und Weise bezeichnet, wie die einzelnen Schliffflächen angeordnet sind und wie viele davon es überhaupt an dem Stein gibt. Die ganz überwiegende Masse der geschliffenen Steine wird durch einen Brillantschliff veredelt. Dabei handelt es sich um einen Runddiamanten, der insgesamt 57 Schliffflächen (Facetten) aufweist. Diese Shape wird am höchsten bewertet. Neben der Brillantform sind beispielsweise noch die Tropfenform und die Smaragdform üblich, wenngleich auch wesentlich seltener anzutreffen.

Damit die bereits angesprochene Lichtreflexion ihre volle Wirkung entfalten kann, ist ein ideales Größenverhältnis, auch Proportion genannt, Voraussetzung. Unter Proportion versteht der Diamantenfachmann das Verhältnis zwischen der Größe der Tafel (die größte aller geschliffenen Teilflächen) und den Winkeln im oberen sowie unteren Teil des geschliffenen Steines.

Nur wenige der möglichen Kombinationen von Tafelgröße und Winkeln sind dabei geeignet, einem Stein die gewünschte Brillanz und Lichtreflexionsausbeute zu verleihen. Stimmt hier die Kombination nicht, dann wirkt der Diamant dunkler und strahlt eine leblose Aura aus.

Deshalb ist es auch so wichtig, dass die korrekten Proportionen eines Diamanten im dem einen hochwertigen Diamanten immer als Qualitätsnachweis beiliegendem Zertifikat vermerkt sind.

Zu guter Letzt wird auch die handwerkliche Ausführung des Schliffes beurteilt. Bei diesem Finish wird beispielsweise geschaut, wie gut die symmetrische Anordnung der Facetten gelungen ist.

Sie sehen: Diamantenkauf ist eine recht komplizierte Angelegenheit und Vertrauenssache. Vertrauen Sie dabei nur ausgewiesenen Fachleuten und verlangen Sie immer ein Zertifikat eines renommierten Institutes. Nur so werden Sie lange Freude an Ihren „Klunkern“ haben.

Herzliche Grüße und bis zum nächsten Rohstoff-Ausblick
Ihr

Holger Wentz

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