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Kolumne15:34 07.11.11

Börsenexperte, Experte und Author Sven Brand
Die Achterbahnfahrt geht weiter

Guten Tag, liebe Leserinnen und Leser,

der Titel unserer vorigen Ausgabe „Auf zum Hexentanz“, war eine Anspielung auf das Erscheinungsdatum 31. Oktober. Sehr treffend wäre die Überschrift auch im Hinblick auf die Ereignisse der vergangenen Woche gewesen.

Der neue Chef der Europäischen Zentralbank (EZB) – Mario Draghi – senkte den europäischen Leitzins um 25 Basispunkte auf 1,25%. Dazu kamen eine Vertrauensabstimmung samt möglichem Rücktritt des griechischen Ministerpräsidenten Papandreou sowie ein angekündigtes Referendum, das nun doch nicht stattfindet. Aktuell wird in Griechenland eine Übergangsregierung gebildet.

Ein Nachteil der ganzen Aufregung ist allerdings, dass die Volatilität an den Märkten so hoch ist, wie selten. Die Kurse schwanken stark – gehen deshalb aber noch lange nicht in eine bestimmte Richtung.

Unser Divergenzindikator (DI) – misst mittels bullischer, bärischer und neutraler Zone auf dem Vier-Stunden-Chart die Richtung und Stärke des längerfristigen Trends basierend auf der Divergenz zwischen den täglichen Gleitenden Durchschnitte (GDs) 200 und 100. Als solches soll er uns in unruhigen Zeiten wie diesen die richtige Richtung weisen, und aufzeigen, wann der Trend stark genug ist, damit sich ein Handeln lohnt. Zurzeit erlaubt uns der DI daher kaum Handeln. Das ist auch gut so! Wir warten darauf, ob Bullen oder Bären als Sieger hervorgehen!

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Momentan ist der Australische Dollar/US Dollar (AUD/USD) das einzige Paar, welches keinen neutralen DI aufweist. Seit der vorigen Ausgabe ist der Kurs jedoch beachtlich eingebrochen – wie erwartet hat der Widerstand bei 1,0766 gehalten. DI-Trader, welche hier in einer Position waren, haben je nach Risikobereitschaft einen Profit eingefahren – oder sind gerade noch Long - mit einem Stop unterhalb des GD200. Die wichtige psychologische Marke 1,0200 konnte den Kursverfall aufhalten, und ein höheres Hoch lässt hoffen, dass die Hausse nun weitergeht. Wäre dem so, ist 1,0766 das Kursziel für die kommende Woche. Erste Hürde am Montag sind hier das Behaupten des Kurses oberhalb des GD200 und das Überkreuzen des GD50. Werden diese Ziele nicht gleich zu Wochenanfang bewältigt, deutet dies zunächst auf einen weiteren Kursverfall hin.



Ebenfalls nicht von den Dramen auf der weltpolitischen Bühne verschont blieb das euro-japanische Paar (EUR/JPY). Nachdem der EUR/JPY Ende Oktober aus einer Preisfalle ausbrechen konnte und uns kurzzeitig Hoffnungen auf einen baldigen Long-Einstieg machte, schwächelte der Kurs in der vergangenen Woche erneut. Als Folge ist der DI zwar weiter auf dem Vormarsch Richtung bullische Zone, aber vorerst weiterhin neutral. Nach wie vor müssen wir hier die Füße still halten.



Bleiben Sie also dran aber bleiben Sie geduldig:

Wir hatten zwar zu Beginn der vergangenen Woche zunächst einmal ein paar Rückzieher angekündigt, jedoch wuchsen diese sich dank des Tumultes in der Eurozone zu einer ganzen Rückzugs-Woche aus. Wir müssen also noch etwas auf unsere Gelegenheiten warten. Doch:

Bereits die berühmte Handelslegende Jesse Livermore sagte bereits: „Das meiste Geld habe ich nicht durch das Handeln verdient, sondern durch das Warten.“ In diesem Sinne:

Happy Waiting!
Ihr

Sven Brand


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