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Kolumne10:25 18.10.11

Börsenexperte, Experte und Author Dr. Dr. Gerald Pilz
Die Entwicklung der Märkte im Jahr 2011

Guten Tag, liebe Leserinnen und Leser,

zwar haben wir erst Oktober, aber dennoch könnte Sie es interessieren, welche Märkte sich bisher in diesem Jahr am besten und welche sich am schlechtesten entwickelt haben.

Die einzelnen Weltregionen: 2011 schwaches Jahr

Die schlechte Nachricht zuerst: Von den entwickelten Märkten stehen alle im Minus. Am härtesten traf es die skandinavischen Länder, die 21,09 Prozent an Wert verloren. Am besten schnitt Nordamerika mit einem Minus von 6,73 Prozent ab. Bei allen Schwellenländerregionen liegt der Verlust bei über 20 Prozent.

Die einzelnen Länder: Börse in Athen ein Minus von fast 55 Prozent

Es gibt kaum einen Aktienmarkt, der seit Jahresbeginn in der Gewinnzone steht. Am schlimmsten traf es die Börse in Athen, die 54,75 Prozent einbüßte. Der MSCI Germany verlor 16,51 Prozent. Am besten performten Länder wie Irland (nur ein Minus von 4,64 Prozent) und Neuseeland mit einem leichten Plus von 0,37 Prozent.

Die Schwellenländer brachten den Anlegern seit Jahresbeginn nur Verluste. Am heftigsten war es in Ägypten; der Index stürzte um fast 43 Prozent ab. Nur Indonesien konnte den Verlust auf 0,85 Prozent begrenzen. Einige Länder werden als so genannte "Frontier Märkte" zusammengefasst, denn diese gelten als Vorstufe eines Schwellenmarktes. Kenia gehört mit einem Rückgang von 45 Prozent zu den größten Verlierern. Jamaica hingegen konnte im selben Zeitraum ein Plus von 18,6 Prozent verbuchen.

Langfristige Gewinne mit ETFs: Dax 6,9 Prozent Rendite jährlich

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Keine Tugend zahlt sich an der Börse so sehr aus wie Geduld. Wer vor 20 Jahren in den Dax investiert hätte, hätte eine jährliche Rendite von 6,9 Prozent erzielt trotz aller Krisen. Mit Bayer hätte man im selben Zeitraum 12,5 Prozent und mit Henkel 12,6 Prozent jährlich erreicht.

Sie sollten jedoch auch bedenken, dass eine breite Streuung, wie sie ETFs ermöglichen, sicherer ist als Einzelinvestments. Wenn Sie beispielsweise im Oktober 1991 Commerzbank-Aktien gekauft hätten, dann hätten Sie einen dramatischen Verlust erlitten. Die Commerzbank-Aktie sank in 20 Jahren von umgerechnet 10,26 Euro auf 1,67 Euro. Die Daimler-Aktie "schaffte" es in zwei Jahrzehnten von 35,10 Euro auf 37,82 Euro.

Das Beispiel zeigt: Um langfristig Gewinne an der Börse zu erzielen, benötigen Sie Geduld und solide Werte, die ein verständliches Geschäftsmodell vorweisen können, das auch in Krisenzeiten funktioniert.

Mit den besten Empfehlungen

Ihr Dr. Dr. Gerald Pilz


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