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Kolumne16:31 12.06.13

Börsenexperte und Autor Thomas Müller

Die Flut kriegt uns nicht klein: Nach der Baisse ist vor der Hausse

Guten Tag, liebe Leserinnen und Leser,

ganz Deutschland leidet unter dem Jahrtausend-Hochwasser, und auch wir waren direkt betroffen, wobei Rosenheim nur knapp am Super-GAU vorbeischrammte. Rückblick:

Nach drei Wochen Dauerregen hatte sich die von unserem Verlagshaus etwa 50 Meter entfernte Mangfall, die normalerweise einen Pegelstand von etwa 50 Zentimetern hat, in einen reißenden Strom verwandelt. Darauf folgte am Sonntag, dem 2. Juni, vormittags der Katastrophenalarm der Stadt Rosenheim. Zu diesem Zeitpunkt hatten sich in unserem Europark riesige Pfützen gebildet, da die Böden nicht mehr in der Lage waren, das Wasser aufzunehmen. Selbst in unserem Grundwasserbrunnen stand nachmittags auf einmal das Wasser, und als es auch noch aus den Gullis sprudelte, wurde es unheimlich.

Auf Nachfrage erklärte ein Feuerwehrmann dann freundlicherweise, dass es nun für Maßnahmen zum Gebäudeschutz zu spät sei und in den nächsten 30 Minuten die Evakuierung beginne. Denn es drohte ein Bruch des (erst im Frühjahr um gut zwei Meter erhöhten) Mangfalldamms, der eine Komplettüberflutung für Rosenheim bedeutet hätte. Nach der wohl kürzesten halben Stunde meines Lebens, waren die allerwichtigsten Dinge aus dem Erdgeschoss in Sicherheit gebracht.

Zu diesem Zeitpunkt stand das Grundwasser in der Dr.-Steinbeißer-Straße etwa 25 cm hoch, und mithilfe unseres Marketingleiters Alexander Gmeiner konnten noch zwei Firmenautos ins Trockene gebracht sowie der Strom im Gebäude ausgeschaltet werden. Als dann wegen der sich zuspitzenden Hochwasserlage selbst die Feuerwehr abzog, war keine Zeit mehr für Heldentaten, und wir überließen das Verlagshaus notgedrungen seinem Schicksal.

Danach reihten sich die Horrormeldungen aneinander, Bahnhof und Autobahn waren gesperrt, Turnhallen in Notunterkünfte umfunktioniert, die Schulferien verlängert. Im Laufe des Montags hatte der Pegel dann seinen Spitzenstand bei 4,94 Metern erreicht, und entlang des aufgeweichten, aber noch immer existierenden Mangfalldamms, war ein erster Blick auf die Seenlandschaft rund um das Verlagshaus möglich. Schließlich begann das THW mit dem Abpumpen, sodass am nächsten Tag die Rückeroberung unseres Gebäudes beginnen konnte.

Am Dienstagmorgen um 6:00 Uhr bot sich mir ein Bild der Verwüstung. So begrüßte mich unser riesiger, eigentlich im Vorgarten fest verankerte, Bulle inmitten der Einfahrt. Das Wasser war zwar verschwunden, aber hatte überall (auch im Gebäude) eine fünf bis zehn Zentimeter dicke Schlammschicht hinterlassen. An den Wänden war zu erkennen, dass das Gebäude rund 40 Zentimeter unter Wasser gestanden hatte, mit den dementsprechenden Auswirkungen, die uns noch einige Zeit beschäftigen werden:

Alle Böden sind komplett zerstört und genauso wie Holztüren, Möbel, Computer und Zehntausende Reports/Bücher ein Fall für den Sperrmüll. Zum Glück befand sich mit der Buchhaltung nur ein einziges Büro im Untergeschoss, doch dort wurden Verträge und viele wichtige Unterlagen aufbewahrt. Die beiden verbliebenen Firmenfahrzeuge haben Totalschaden, aber wirklich unter unwiderbringlichem „Verlust“ zu verbuchen ist ca. ein Drittel, der in gut 30 Jahren zusammengetragenen Bibliothek, und auch die Coca-Cola-Sammlung hat sich ein wenig verkleinert. Dafür:

Unsere Großkampftage (nur wer so etwas einmal erlebt hat, kann sich vorstellen, was nach einer Überflutung alles zu tun ist – wir hatten sogar ein Notstromaggregat beschafft, um für Sie schnellstens wieder online zu gehen) haben mir wieder einmal gezeigt, worauf es im Leben ankommt. Das Materielle ist sekundär, aber der Zusammenhalt elementar. Mit fantastischen Freunden und einem großartigen Team lässt sich alles meistern! Und nun werden wir mit aller Kraft auf unseren nächsten Tag der offenen Tür am 28. September hinarbeiten. Denn diesen Tag mit Ihnen wollen wir uns auf keinen Fall entgehen lassen. Jetzt erst recht nicht! Und wir wissen alle: Nach der Baisse, ist vor der Hausse! ...

Mit bester Empfehlung
Ihr

Thomas Müller
Herausgeber
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