Kolumne14:00 05.02.13
Die Kraft frischen Geldes
Guten Tag, liebe Leserinnen und Leser,
die erstaunliche Januar-Bilanz setzte sich am 1. Februar fast nahtlos fort. Sozusagen als Highlight kam der
Dow Jones mit 14.010 Punkten bis auf 0,8% an sein Allzeithoch aus dem Jahr 2007 heran. Trotz kleiner Probleme vor dem Ultimo haben die großen Börsen den Januar per saldo gut im Plus beendet. Somit hat der Monat seine saisonalen Pflichten als positiver Börsenabschnitt voll erfüllt. Ob die alte Regel „wie der Januar so das Jahr“ 2013 letztes Endes aufgeht, bleibt indessen noch elf Monate offen. Statistisch stehen die Chancen bekanntlich gut: Die Trefferquote des Januar-Effekts beträgt annähernd 80%. Allerdings haben etliche Daten im Januar auch gezeigt, dass an der Börse die Bäume nicht in den Himmel wachsen. Den Ausschlag, dass die Hausse zwischendurch etwas ins Stocken geriet, gab das unerwartet flaue US-Wirtschaftswachstum im vierten Quartal 2012. Und die Probleme der Eurozone lassen sich auf Dauer auch nicht einfach beiseite reden, wie dies die Medien und die Politik mehr und mehr praktizieren.
Doch die Börse scheint der raschen wundersamen Heilung zu glauben, obwohl die wirtschaftlichen Kennzahlen keinen Anlass zum extremen Optimismus wie in den vergangenen Wochen geben. Wie auch immer: Die Bullen wollen nochmal angreifen, mit reichlich Liquidität im Rücken. Die US-Notenbank setzt ihre überaus lockere Geldpolitik fort. Aktuell ist keine Rede mehr davon, dass die Zinszügel bald gestrafft werden. Und die Fonds verzeichnen reichlich Zuflüsse an frischem Geld, das schließlich angelegt werden will. Doch wird die Luft auf dem Gipfelniveau dünner, selbst wenn die Trends unverändert aufwärts zeigen. Mehr dazu in der Rubrik Marktanalyse der
aktuellen Ausgabe: Dort legen wir unsere Tendenzeinschätzung auf Grundlage der Chart- und Markttechnik sowie der fundamentalen Fakten dar. Die praktische Anwendung dazu erläutern wir in der Abteilung Strategie, für die der KFT jede Woche einen extra Trading-Plan erstellt, der laufend ergänzt wird. Darin bieten wir eine Auswahl von Calls und Puts auf Indizes, Standardaktien, Devisen und Metalle an. Ihre Transaktionen können Sie somit noch flexibler gestalten.
Viel Erfolg mit Ihren Investments
Ihr
Gerhard Mahler
Chefredakteur
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