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Kolumne12:07 24.01.12

Börsenexperte, Experte und Author Gerhard Mahler
Die Lage peilen
Guten Tag, liebe Leserinnen und Leser,

in der zweiten Januarhälfte zeigen sich die Börsen von ihrer freundlichen Seite. In Anbetracht der zahlreichen skeptischen Kommentare und oft negativen Erwartungen ist dies schon eine kleine Überraschung. Allerdings muss man die Kirche im Dorf lassen, selbst wenn das Medienecho noch so dick aufträgt. Denn etliche etablierte Aktienbarometer können mit dem Tempo der Trendsetter an der Wall Street und dem stürmischen DAX nicht Schritt halten, die Entwicklung verläuft mitunter zäh. Bemerkenswert ist jedenfalls, dass die Märkte sich von den pausenlosen Aktionen und Drohungen der allzu emsigen Rating-Agenturen nicht mehr sonderlich beeinflussen lassen oder diese gar ignorieren. Die Wirkung der geradezu inflationär über Länder, Branchen und Unternehmen hereinbrechenden Urteile in puncto Herabstufung der Bonität hat sich wohl erschöpft. Zu beachten bleibt der Faktor Rating dennoch, weil durch niedrigere Bonitäten die Finanzierung von Anleihen teuer wird. Und klamme Anleihenmärkte schlagen negativ auf die Aktientendenz durch. In den vergangenen Tagen jedenfalls wurden die Schuldenprobleme und Rezessionsängste von den Akteuren weitgehend ausgeblendet. Definitive Neuigkeiten dazu gab es nicht. Das Motto lautete: Keine Neuigkeiten sind gute Neuigkeiten. Der Zustand wird jedoch nicht von Dauer sein.

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In den Mittelpunkt rückten einzelne positive konjunkturelle Daten sowie die bislang ganz ordentliche Berichtssaison. Das vorläufige Fazit: Nach der Übertreibung Richtung Weltuntergang erfolgt nun die etwas zuversichtlichere Einschätzung der Situation, obgleich immer noch düstere Bilder die Runde machen. Unter anderem schnellten die deutschen ZEW-Konjunkterwartungen nach monatelangen Tiefständen enorm hinauf und verhalfen dem DAX zur Rallye. Andererseits warnt beispielsweise die Weltbank vor einer globalen Krise. Die Kennzahlen zur Berichtssaison insbesondere der US-Banken und der großen Technologiewerte liegen dem ersten Eindruck zufolge zwischen Licht und Schatten. Jedenfalls keine gravierenden Abweichungen sondern Erleichterung. Der Kurzfrist-Trader glaubt nicht an einen dauerhaften Frieden. Denn die technischen Indikatoren mahnen zur Vorsicht. Gerade jetzt, wo die Märkte und Indikatoren an entscheidenden oder sogar extremen Punkten angelangt sind, bieten sich gute Trading-Chancen.

Viel Erfolg mit Ihren Investments
Ihr

Gerhard Mahler


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Mahler 's Kurzfrist-Trading-Bilanz

 TrefferquotePerformance
Seit 2007 72% 2158%

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