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MDax 21723.0 1.17%
TecDax 1756.5 1.27%
BCDI 133.37 0.00%
Dow Jones 19756.85 0.72%
Nasdaq 4894.66 0.78%
EuroStoxx 3212.0 0.53%
Bund-Future 161.54 0.08%

Kolumne18:10 26.06.13

Börsenexperte und Autor Thomas Müller

Die Zinswende kann eine neue Aktien-Ära einleiten!

Guten Tag, liebe Leserinnen und Leser,

während nach der Überflutung unseres Verlagshauses nun die Sanierungsarbeiten auf Hochtouren laufen, hat sich mittlerweile eine Reihe illustrer Vertreter aus Politik und Verwaltung ein Bild von den Flutschäden im Börsenverlag gemacht. So besuchte uns zunächst Rosenheims Oberbürgermeisterin Gabriele Bauer mit ihren Stadt-Dezernenten und danach der bayerische Wirtschaftsminister Martin Zeil mit einer gut 30-köpfigen Delegation.

Währenddessen haben die Börsen in den Korrekturmodus geschalten, weil Anleger nun die bevorstehende Zinswende fürchten. Machen Sie sich keine Sorgen um den Fortbestand der langfristigen Aktien-Hausse, aber stellen Sie sich darauf ein, dass es über die Sommermonate keine neuen Rekorde in den großen Indizes geben wird. Mit einer spürbaren Beschleunigung der Rallye ist erst wieder im vierten Quartal zu rechnen, insbesondere an den deutschen Börsen, die bald ins mediale Sogwasser der Bundestagswahlen geraten werden. Viel wichtiger:

Seit dem Jahr 2000 waren die Chancen für einen Beginn einer neuen Aktien-Ära noch niemals so groß wie 2013. Antriebsfedern sind (neben den jüngst markierten All-Time-Highs) eben genau die Zins-Konstellation, die fehlenden Anlagealternativen und die breite Unterinvestiertheit aller Anlegerschichten. Konkret:

Nach Analyse des Bundesverbands deutscher Banken verfügten die Bundesbürger Ende 2012 über ein Investmentvermögen von 4,94 Bio. Euro. Davon sind gut 40% (2015 Mrd.) per Sicht-, Termin- und Spareinlagen sowie Bargeld geparkt. Etwa 30% (1500 Mrd.) liegen bei Versicherungen, Pensionsfonds und Versorgungswerken, also mittelbar ebenfalls in Geldanlagen. Dagegen haben die Deutschen in Aktien lediglich 5% (259 Mrd.) ihres Vermögens investiert, und diese Marginalie entspricht in etwa auch der Aktienquote der Versicherer. Berücksichtigen wir:

Die Zinsen befinden sich seit drei Jahrzehnten auf dem Rückzug. Das bedeutet für die Rentenmärkte den längsten Bullenmarkt der Geschichte, sodass Anleihen nun schon über ganze Anlegergenerationen hinweg als Hort der Sicherheit gelten. Dies zeigt z.B. der von der Deutsche Börse AG berechnete REX (Deutsche Rentenindex), der am 31.12.1987 bei 100 Punkten gestartet war (Dax gleichzeitiger Beginn bei 1000 Zählern). Das zurückgerechnete Allzeittief hatte 1981 bei 86 gelegen, als die Umlaufrendite öffentlicher Anleihen mit 11,37% ihr Top markierte. Heute befindet sich die Rendite bei 1,35% (nach dem Mai-Tief von 0,98%!), und der REXP – das ist der Performance-Index in dem auch Zinserträge berücksichtigt werden – notiert bei 440 Punkten. Also:

Anleihenbesitzer sind seit sage und schreibe 32 Jahren steigende Anleihenkurse gewohnt. Wenn es zur langfristigen Aufwärtswende der Zinsen kommt, bedeutet dies ein Platzen der riesigen Anleihenblase und damit auch eine mehrjährige Anleihen-Baisse. Kursverluste sind für Anleihenbesitzer, die ja in erster Linie einen sicheren Hafen suchen, bisher aber etwas Unbekanntes. Über kurz oder lang wird bei den besonders risikoaversen Investoren daher wohl ein Paradigmenwechsel stattfinden, und der kann eigentlich nur in die Aktienmärkte führen – nicht einmal aus Renditegesichtspunkten, sondern aus dem Risikoblickwinkel. Denn den besten „Schutz“ vor steigenden Zinsen (und der fortlaufenden Geldentwertung) bietet nun einmal die Beteiligung an liquiden, grundsoliden Unternehmen wie z.B. Reckitt Benckiser, McDonalds‘s, Nestlé, unserer aktuellen Aktie der Woche und vielen weiteren Top-Champions. Das könnte zum Ende der laufenden Korrektur die „große“ Story werden!

Mit bester Empfehlung
Ihr

Thomas Müller
Herausgeber
boerse.de-Aktienbrief


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Wertvor 10 JahrenKurs akt.Performance
Silber 13,76 17,02 23,72%
Gold 637,40 1.171,05 83,72%
BCI 15.134,60 26.793,10 77,03%
Apple 12,61 112,12 788,97%
Nestlé 26,51 63,70 140,30%
BCDI 35,54 130,93 268,40%
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Performance Dax-Aktien 3. Quartal 2016

Platz: 30
Unternehmen: E.ON
Von 9,10 auf 6,30 Euro
Performance: -30,77%

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