Dax 10474.0 -0.37%
MDax 20522.0 -0.14%
TecDax 1684.0 -0.12%
BCDI 128.75 0.00%
Dow Jones 19170.42 -0.11%
Nasdaq 4738.16 0.26%
EuroStoxx 3010.0 -0.13%
Bund-Future 161.12 0.83%

Kolumne14:55 02.05.16

Börsenexperte und Autor Gerhard Mahler

Die aktuellen Bezugspunkte

Guten Tag, liebe Leserinnen und Leser,

die schwache Aktientendenz vom Freitag kommt praktisch programmgemäß und passt ins saisonal eher ungünstige April/Mai-Muster. Kaputt gegangenen ist dabei nicht viel, in den USA ist es seit Langem die erste kleine Reaktion abwärts. Durch die insgesamt unbefriedigende US-Berichtssaison sowie die dürftigen wirtschaftlichen Indikatoren wird manches relativiert. Jedoch sind grundsätzliche Entscheidungen mit dem schwachen Freitag bislang nicht verbunden. Teils bemerkenswerte Veränderungen im Gefüge gibt es indessen schon (siehe unten). In Europa schlossen die Indizes auf Tagestiefständen und zeigten kaum Ansätze zur Erholung. An der Wall Street sah man davon ein klein wenig mehr, aber der Verlauf war nicht gerade überzeugend. Jedoch rechnen wir trotz der angeschlagenen Verfassung an den Aktienmärkten zunächst mit einer widerstandsfähigen Haltung und anschließend mit einem erneuten Abrutscher.

US-Indizes auf der Kippe

Ob der sich zur regelrechten Korrektur ausweitet, ist derzeit offen. Dabei sollte man bedenken, dass der Dow Jones und der Standard & Poors 500 bislang kaum Terrain verloren haben. Nur beim technologielastigen Nasdaq-100-Index erscheint die Lage etwas kritischer. Der KFT rechnet im Mai nicht mit einer durchgängig schwachen Tendenz, sondern mit per saldo uneinheitlichen Börsen. Schließlich können die überwiegend enttäuschende US-Berichtssaison und die mageren wirtschaftlichen Indikatoren nicht ohne Folgen bleiben. Die Optimisten setzen dafür auf bessere Kennzahlen im Jahresverlauf und natürlich auf die Treibkraft der reichlich vorhandenen Liquidität. Die Europäische Zentralbank fährt mit ihrer ultralockeren Geldpolitik fort. Und die US-Notenbank zögert mit der nächsten Leitzinserhöhung. Vor dem September dürfte ein zweiter kleiner „Zinsschritt“ kaum erfolgen. Es kommt auf die Konjunktur an, die in den USA zurzeit eher schwächelt, sich aber bald wieder in besserer Verfassung präsentieren sollte. Jedenfalls liefert der fundamentale Hintergrund den relativ teuren US-Aktien kaum Impulse.

Rohöl und Gold im Blickpunkt

Jenseits des Atlantiks ist der Höhepunkt der Berichtssaison überschritten, während in Deutschland diese Woche etliche wichtige Konzernergebnisse zur Veröffentlichung anstehen (siehe Datenlage). Die Gleichung „steigende Ölpreise ist gleich festere Aktienkurse“ hat vorige Woche erstmals klare Risse bekommen. Das Rohöl klettert Richtung 50 Dollar pro Fass auf Jahreshochs, während die Aktienindizes einknicken. Und das Gold zog auf 1292 Dollar pro Feinunze an – mit der Begründung höherer Inflationserwartungen infolge teurer Ölpreise. Der Rohstoffsektor insgesamt hat seine Tiefstände hinter sich gelassen. Das Rohöl und das Gold befinden sich aus markttechnischer Sicht jedoch in überreiztem Gebiet. So ist von dort nicht viel zu erwarten. Die Aktienbörsen sind beweglicher.

Viel Erfolg mit Ihren Investments
Ihr

Gerhard Mahler
Chefredakteur
Kurzfrist-Trader

Mahler 's Kurzfrist-Trading-Bilanz

 TrefferquotePerformance
Seit 2007 73% 2105%

Video Interview

Gerhard Mahler im Interview


Volltextsuche
Neu Im Fokus
Aktueller Chart
  • Gefahr durch Referendum in Italien?
  • Überraschender Gewinn im dritten Quartal!
  • Ist die Aktie jetzt ein Schnäppchen?

Performance Dax-Aktien 3. Quartal 2016

Platz: 30
Unternehmen: E.ON
Von 9,10 auf 6,30 Euro
Performance: -30,77%

Tipp: Alles zu den langfristig sichersten und erfolgreichsten Aktien der Welt erfahren Sie im kostenlosen Newsletter „Aktien-Ausblick“, den Sie hier gerne anfordern können...
Warum der Dax auf 100.000 Punkte steigen wird
Warum der Dax auf 100.000 Punkte steigen wird
Thomas Müller und Alexander Coels haben in "Das Börsenbuch" die spektakuläre Prognose ausgestellt, dass der Dax bis 2039 auf 100.000 Punkte steigen wird. Diese einzigartige Börsenvision mag viele Anleger, angesichts des ständigen Bergauf und –ab an den Finanzmärkten, überraschen. Dabei ist die Überlegung dahinter einfach erklärt.