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Kolumne10:00 05.02.13

Börsenexperte, Experte und Author Christoph A. Scherbaum
Die altbekannten Sorgen holen uns wieder ein
Guten Tag, liebe Leserinnen und Leser,

am vergangenen Freitag konnte der deutsche Leitindex DAX noch gestärkt in das Wochenende gehen. Doch der gestrige Kurssturz im Dax machte diese Gewinne wieder mehr als zunichte.

Neben diversen charttechnischen Signalen machten die Anleger vor allem neu aufgekommene Zweifel an der wirtschaftlichen Entwicklung im Euro-Krisenland Spanien für die Kursstürze verantwortlich. Während das Land weiter tief in einer Rezession steckt, muss sich die Regierungspartei mit Korruptionsvorwürfen herumschlagen.

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Ganz nebenbei schockte dann auch noch die Commerzbank. Deren Aktie musste starke Einbußen hinnehmen, nachdem die zweitgrößte Bank Deutschlands überraschenderweise vorläufige Ergebnisse für das vierte Quartal 2012 vorgelegt hatte. Das Institut musste, ähnlich wie die Deutsche Bank zuvor, einen hohen Quartalsverlust ausweisen. Dieser lag aufgrund hoher Abschreibungen bei 720 Mio. Euro. Gleichzeitig rechnet das Institut auch im ersten Quartal 2013 mit hohen Belastungen, die sich vor allem aus hohen Steueransprüchen und den Kosten für den Konzernumbau zusammensetzen. Alles in allem war das gestern eine recht bescheidene Nachrichtenlage für Anleger. Aber haken wir den gestrigen Tag ab, schauen wir nach vorne:

Blick auf den Tag

Auf europäischer Ebene werden heute unter anderem die endgültigen Zahlen zu einigen Einkaufsmanagerindizes aus dem Dienstleistungssektor veröffentlicht. Zusätzlich erreichen uns die Dezember-Daten zu den europäischen Einzelhandelsumsätzen.

In den USA werden der wöchentliche ICSC-Goldman Store Sales Index, das ebenfalls wöchentlich erscheinende Redbook und der ISM Dienstleistungsindex (Januar) bekannt gegeben.

Unternehmensseitig berichten an diesem Tag unter anderem BP, Kellogg, NYSE Euronext, Enel, Kuka, Munich Re, UBS und Walt Disney:

Bei Walt Disney steht die Bekanntgabe der Geschäftsergebnisse für das erste Fiskalquartal 2012/13 auf dem Programm. Auf Analystenseite wird für den Medienkonzern im Schnitt mit einem Gewinn je Aktie von 76 Cents gerechnet, nach 80 Cents je Aktie im Vorjahresquartal und einem Wert von 68 Cents je Aktie im vorangegangenen Quartal. Beim Umsatz soll es im Vergleich zum Vorjahr einen Anstieg von 4,0 Prozent auf 11,21 Mrd. US-Dollar geben. Im Vorjahr standen Umsatzerlöse von 10,78 Mrd. US-Dollar. Im vierten Quartal des Fiskaljahres 2011/12 waren es ebenfalls 10,78 Mrd. US-Dollar.

In diesem Sinne, noch einen erfolgreichen Börsentag
Ihr

Christoph Scherbaum
Chefredakteur
BAC-Börsenausblick

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