Kolumne15:03 17.04.12
Diesen Indikator sollten Sie verfolgen!
Guten Tag, liebe Leserinnen und Leser,
die Börse macht es einem wahrlich nicht leicht: Dann, wenn das Rahmenumfeld unisono positiv bewertet wird, die Stimmung von großem Optimismus und Zuversicht geprägt ist und man Aktien gerne nochmal zukauft, genau dann neigen Märkte häufig zur Ausbildung von markanten Hochpunkten. Wird die Nachrichtenlager indes immer düsterer, die Stimmung immer schlechter und kann es einem gar nicht schnell genug gehen, sich von seinen Anteilsscheinen zu trennen, werden oftmals signifikante untere Umkehrpunkte markiert.
Eigentlich paradox was Angst und Gier anstellen können, oder? Im Supermarkt würden wir nur in den seltensten Fällen mehr von einer Ware kaufen, die stark im Preis gestiegen ist. Dagegen stürzen wir uns sie, wenn beispielsweise der Sommerschlussverkauf anläuft. Wir zeigen also Verhaltensmuster, die – obwohl sie für den Börsenerfolg von großer Bedeutung wären – nur die wenigsten von uns auch an der Börse anwenden.
Das soll nun nicht bedeuten, dass „blind“ nach dem Gegenteil der breiten Anlegermasse gehandelt werden soll. Als Trendfolger gehen wir für gewöhnlich immer mit der Masse, doch nehmen wir Dispositionen nicht willkürlich vor, sondern nur dann, wenn unsere Modelle dies auch anzeigen. In diese Modelle fließen auch unsere Beobachtungen des Sentiments und damit die Stimmung der Marktakteure mit ein. Einer dieser Indikatoren, die wir dafür verwenden ist der sog. „VDax“.
Dieser Volatilitätsindex hat die Eigenschaft, stets dann markante untere Wendepunkte herauszubilden, wenn eine relativ große Sorglosigkeit im Markt dominiert und sich die Anlegergilde sehr „sicher“ fühlt. In der Vergangenheit waren dabei Readings im Bereich von 17-19 oftmals ein bevorstehendes Indiz für Gipfelbildungen an den Börsen. Durch dieses Wissen war es also möglich, frühzeitig Stop-Loss-Anpassungen vorzunehmen oder auf anderweitige Weise das Depotrisiko zu reduzieren.
Umgekehrt gilt: Je weiter der VDax nach oben schießt, als umso desperater kann die Stimmung der Marktteilnehmer bezeichnet werden und als umso wahrscheinlicher kann eine baldige Bodenbildung angenommen werden. Für die „genaue“ Feststellung von Aktienmarktböden eignet sich der Indikator zwar nur bedingt, doch können durch Vergleiche mit früheren Hochpunkten oftmals wertvolle Hinweise gewonnen werden. Sie sehen:
Sofern man Angst und Gier nicht das Feld überlässt, sondern für Dispositionen konsequent den Trend-Signalen wie beispielsweise Gleitende Durchschnitten folgt, hat man schon viel gewonnen. Wird zusätzlich der VDax berücksichtigt, lassen sich auch Konsolidierungen innerhalb des Trends schon frühzeitig erkennen. Sie können den VDax auf unserem Börsenportal übrigens auch selbst verfolgen, erreichbar unter
diesem Link. Der Start der laufenden Konsolidierung konnte durch den VDax ebenfalls grob abgeschätzt werden. Wir sehen die aktuelle Korrektur, wie schon im Trendbrief diskutiert, als Reaktion auf die starken Gewinne des ersten Quartals. Ausführlich Auskunft wo diese enden kann und wie sich die übergeordneten Trends an den Märkten darstellen entnehmen Sie bitte dem aktuellen Trendbrief. Falls Sie diesen noch nicht beziehen, haben Sie jetzt die Möglichkeit zu einem 100%-risikolosen Gratis-Test.
Hier klicken. Beste Grüße,
Ihr
Tobias Pichler
Chefredakteur
Trendausblick