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Kolumne12:09 09.05.16

Börsenexperte und Autor Christian Lukas

Disziplin ist das Wichtigste

Guten Tag, liebe Leserinnen und Leser,

es könnte ernst werden: Der Dax schwächelt, und die wichtige Kursmarke von 10000 Punkten wurde unterboten. Zu Beginn des Jahres haben wir eine Abwärtsrallye erlebt. Die Rallye ging dabei soweit, dass sie kurz vor einem Crash stand. Als die Nerven der Anleger fast überspannt waren, gab es anschließend eine bullishe Umkehrbewegung. Das Momentum hielt immerhin knapp 3 Monate an. Nun wird es wieder brenzlig, weil der Schwung des Dax weg ist. Eine erneute Abwärtsrallye liegt in der Luft. Das klingt ein wenig pessimistisch, doch ich bin es nur kurzfristig. Den DAX sehe ich für 2016 tendenziell eher ansteigend.

Zyklisches Verhalten des Dax

Trotz Dax-Schwäche muss sich kein Abwärtstrend etablieren. Bei Betrachtung der Bewegungsmuster sieht unser Leitindex eher zyklisch aus. Wenn die Annahme richtig ist, dann müssten wir keine Trendphasen sehen, sondern ein Pendeln innerhalb von Extremzonen. In der Praxis bedeutet es, dass Widerstände und Unterstützungen berührt, aber nicht durchstoßen werden können.

Handelsverhalten ändern

Unter der Berücksichtigung, dass der Markt sich zyklisch verhält, werde ich in den nächsten Wochen versuchen, Marktsituationen zu finden, bei denen es Überkauft - bzw. Überverkauft-Bedingungen gibt. Grundsätzlich mag ich das Trading mit dem Trend, doch wenn sich der Markt zyklisch verhält, dann werden sich nur wenige lukrative Trend-Trades ergeben. Wie zyklisch ein Markt ist, können Sie selbst testen. Nehmen Sie einen beliebigen Standard-Oszillator, wie zum Beispiel die „Stochastik“. Bei jedem Oszillator gibt es immer einen überkauften- und überverkauften Bereich (Grenzwerte bei Stochastik 20 und 80). Es gilt die Regel: Nur wenn sich der Markt in einem Trend befindet, kann sich der Indikator überdurchschnittlich lange in einem Extrembereich aufhalten. Wenn der Markt allerdings zügig von der Ober- zur Unterseite pendelt, dann ist das ein eindeutiges Zeichen für zyklisches Verhalten. Darauf werden wir uns einstellen.

Disziplin ist das Einhalten von Regeln

Ein erfahrener Trader mit einem Handelssystem kann in einer solchen Marktsituation nur einen großen Fehler begehen: Undiszipliniertheit. Es bedeutet, dass er Handelsregeln hat, und sie nicht einhält. Lassen Sie sich nicht von gelegentlichen Fehl-Trades verunsichern. Ein Fehler nervt immer, egal wie viel Erfahrung man hat. Die meisten Anfänger scheitern, weil sie denken, dass mit Trading eine lineare Kapitalkurve erzeugt wird. Doch das gibt es nicht.

Viel Erfolg wünscht Ihnen,

Christian Lukas
Chefredakteur
Dax-Hebel-Trader


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Performance Dax-Aktien 3. Quartal 2016

Platz: 30
Unternehmen: E.ON
Von 9,10 auf 6,30 Euro
Performance: -30,77%

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Unsere Einstiegs-Strategie: Nicht jeder Tag ist Kauftag. Die Gewinn-Chancen der Champions aus dem boerse.de-Aktienbrief lassen sich durch die Wahl des richtigen Einstiegszeitpunkts nochmals erheblich verbessern. Dafür bedarf es keinen hellseherischen Fähigkeiten, sondern es gilt, Kauf- und Nachkaufsignale mit Ruhe und Disziplin zu beachten.