EXKLUSIV-Interview mit Mr. DAX-Premium Trader
Guten Tag, liebe Leserinnen und Leser,
boerse.de führte zum Wochenauftakt mit mir ein Exklusiv-Interview, das ich Ihnen nicht vorenthalten will. In diesem Interview Stand ich Rede und Antwort zur aktuellen Situation an den Märkten, der scheinbar abflauende Rezessionshysterie und meinem ganz pesönlichen DAX-Fahrplan 2012, der 100 weiteren Lesern nun endlich
hier wieder zur Verfügung steht. Es zeigte sich im Gespräch, dass für Anlegerinnen und Anleger gerade in diesen schwierigen Börsenzeiten ein konkreter Fahrplan über die wahrscheinliche DAX-Entwicklung 2012 besonders von nöten ist ...
boerse.de: Der DAX kennt seit Ende Dezember 2011 eigentlich nur den Weg nach oben. Was sagen Sie zu dieser beeindruckenden Rallye?
Hoffmann: Der deutsche Aktienmarkt hat über die Feiertage kräftigen Rückenwind bekommen. Im
DAX-Premium-Trader hatten wir einen Anstieg über den Jahreswechsel auf der Rechnung und konnten mit DAX-Calls
Gewinne von 32% erzielen. Zudem halten wir seit Anfang des Jahres ein Long-Engagement auf den TecDAX, das derzeit
33% im Plus liegt. Die Luft für weitere Gewinne wird nach dem zweitbesten Jahresauftakt der DAX-Geschichte nun aber dünner, weshalb wir bereits erste Short-Positionen aufgebaut haben.
boerse.de: Einige Experten gehen davon aus, dass die Aufwärtsbewegung noch bis weit in 2012 reichen wird. Was halten Sie davon?
Hoffmann: Getreu dem Motto „die Kurse machen die Nachrichten“ verbessert sich mit der abflauenden Rezessionshysterie auch das Stimmungsbild auf dem Parkett. Dieses Szenario ist typisch für Erholungsbewegungen, doch meistens kommt genau dann der nächste große Knall. Fundamental betrachtet wird der DAX im Augenblick „noch“ von einer Welle positiver Konjunktur- und Stimmungsindikatoren nach oben getragen. Negative Meldungen, wie bspw. das Downgrading der Ratingagentur Standard & Poor's werden weitestgehend ignoriert. Diese Situation wird aber nicht von Dauer sein.
boerse.de: Und was sagen die Charts?
Hoffmann: Aus technischer Sicht haben die Bullen das Soll bereits erfüllt, womit das Leitbarometer nun immer mehr in überkauftes Terrain eindringt. Eine Korrektur ist längst überfällig. Der DAX hat das Idealziel der Erholung auf dem Niveau des GD200 mustergültig abgearbeitet. Auf der Unterseite ist allerdings noch eine Pullback-Bewegung auf 6.300 Zähler offen. Ich kann mir nur schwer vorstellen, dass die Aufwärtsdynamik für einen nachhaltigen Sprung über 6.400 Punkte ausreicht – auch wenn in der kurzfristigen Perspektive noch Kurse im Bereich von 6.570/6.580 Zählern erreicht werden könnten.
boerse.de: Was macht Sie so pessimistisch?