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Kolumne15:09 17.06.16

Börsenexperte und Autor Christian Lukas

Ein Brexit ist schlecht - aber kein Weltuntergang

Guten Tag, liebe Leserinnen und Leser,

in der kommenden Woche findet die Volksabstimmung in Großbritannien statt. Für die EU ist es das wichtigste Ereignis des Jahres. Im Fall des Austritts ist es schlimmstenfalls der Anstoß für weitere EU-Staaten die EU-Zone zu verlassen. Im Vergleich zu den Deutschen ist die englische Streitkultur deutlicher ausgeprägter. Insofern ist es kein Wunder, dass die Engländer sich nichts vom europäischen Festland vorschreiben lassen wollen. Bemerkenswert ist eine englische Uneinigkeit in der Meinungsbildung. Nach den neuesten öffentlichen Umfragen liegen die Brexit-Befürworter mit circa 55% vorn. Geht man jedoch in ein Wettbüro in England, dann sieht die Angelegenheit völlig anders aus. Hier setzen ungefähr 64 % der Wettkandidaten auf den Verbleib in der EU. Wenn Sie auf den Austritt setzen, bekommen Sie für den Einsatz von vier Pfund circa sieben Pfund ausgezahlt. Wer hat nun Recht? Ich würde auf die Buchmacher setzen.

Der Börsenplatz in London ist in Gefahr

Wie Sie wissen, gibt es in London einen sehr großen Börsenplatz. Alle wichtigen Banken sind in London vertreten. Sollten die Briten auf die EU-Mitgliedschaft verzichten, wird das einen enormen Einfluss auf den Handelsplatz haben. Es ist nur schwer vorstellbar, dass der Hauptdevisenhandel für den Euro nicht in der Euro-Zone liegen wird. Vermutlich würden Paris, Mailand oder das kleine Frankfurt einen großen Anteil der Londoner Transaktionen übernehmen. Das wäre eine kleine Katastrophe für die 1698 gegründete „London Stock Exchange“.

Dax-Sturz = Brexit-Angst

Der jüngste Absturz des Dax kann mit der Furcht vor dem Brexit erklärt werden. Besonders ängstlich waren die Privatanleger. Im Gegensatz dazu wurden die institutionellen Marktteilnehmer mutiger. Entsprechend der Umfrage der Frankfurter Börse nahm der Anteil der Bullen um 10% zu. Er beträgt nun 58%. Im Gegensatz dazu sind die privaten Anleger eher unentschieden. Der Bullenanteil beträgt hier 51%.

Wie sich ein Brexit tatsächlich auf die Volkswirtschaften auswirkt, kann niemand verlässlich vorhersagen. Im Vorfeld solcher wichtigen Entscheidungen kristallisieren sich meist zwei Lager heraus. Die einen sagen das Englands Austritt kein Problem wäre, und die anderen gehen von einem Zusammenbruch der Britischen Wirtschaft aus. Vermutlich liegt die Wahrheit in der Mitte.

Egal was passiert, Aktien steigen trotzdem, weil die Dramatik der Nullzinspolitik weiter zunimmt. Nun gibt es auch bei der deutschen 10 jährigen Bundeanleihe Strafzinsen. Wer also dem deutschen Staat Geld leiht, der muss dafür bezahlen. Das macht Aktien noch unwiderstehlicher.

Viel Erfolg wünscht Ihnen,

Christian Lukas
Chefredakteur
Dax-Hebel-Trader


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Performance Dax-Aktien 3. Quartal 2016

Platz: 30
Unternehmen: E.ON
Von 9,10 auf 6,30 Euro
Performance: -30,77%

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