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Kolumne09:11 23.02.16

Börsenexperte und Autor Gerhard Mahler

Eine Schwalbe macht noch keinen Sommer

Guten Tag, liebe Leserinnen und Leser,

die Chancen für eine fortgesetzte Erholung und die Risiken erneut schwächerer Kurse an den Aktienmärkten leuchten ein: Mit den anziehenden Kursen hat sich auch die Stimmung der Großinvestoren gebessert, in deren Kreisen es heißt, das Schlimmste sei vorüber. Doch die privaten Anleger bleiben vorsichtiger. Dabei hat der Abwärtsdruck erkennbar nachgelassen, und wichtige charttechnische Unterstützungen haben gehalten. Man erkennt dies in Gestalt der Doppeltiefs in den Börsenindizes. Die vorläufige Sprachregelung lautet: Bärenmarkt-Rallye ja, aber keine grundsätzliche Umkehr. Dafür ist die Baisse der ersten sechs Wochen 2016 zu massiv gewesen. Für durchgehend festere Kurse fehlt es an Impulsen, und das Umfeld ist auch nicht günstiger geworden.

Holprige Strecke

So wird die Erholung langsam voran gehen. Zudem sind die Märkte insgesamt inzwischen zumindest leicht überkauft oder stehen kurz davor. Und dazu sind auf dem Weg aufwärts als Hürden die Widerstände zu berücksichtigen. Mit anderen Worten: Wir stehen vor einer holprigen Strecke. Insgesamt überzeugen die Kennzahlen zur Konjunktur nicht sonderlich, sieht man einmal vom US-Immobilien- und Arbeitsmarkt ab. Sozusagen „ein Schuss in den Ofen“ sind die Gespräche diverser Ölstaaten zur Begrenzung der Fördermenge auf das Niveau von diesem Januar gewesen. Man könnte auch sagen, alles beim alten Überangebot. Die Korrelation „steigende Rohölpreise gleich höhere Aktienindizes und umgekehrt“ bleibt. Jedoch dürfte das Argument seine bisherige „Zuverlässigkeit“ im Lauf der Zeit einbüßen. Als positiv sehen wir die etwas stabileren Rohstoffindizes. Auch der neu gewonnene Glanz beim Gold wird so schnell nicht verblassen.

Aufwind deutscher Branchen mäßig

Die Charts der großen Branchen zeigen in der zweiten Februar-Hälfte unter kurzfristigen Aspekten ein etwas besseres Bild als bisher. So wurden die ganz kurzfristigen 2016er-Trendlinien teils aufwärts überkreuzt. Dies will in einem intakten übergeordneten Abwärtstrend aber nicht viel heißen. Von der Bildung eines regelrechten Bodens sind die Autos, die Chemie, die Banken und Versicherungen, Grundstoffe, Technologie und Energie ein ziemliches Stück entfernt. Laut der US-Investmentbank JP Morgan werden bei den großen europäischen und amerikanischen Banken die Gewinne dieses Jahr um ein Fünftel wegbrechen. Relativ am besten in der Baisse wegkommen die defensiven Titel der Telekommunikation und zum Teil die Segmente Gesundheit/Pharma. Das heißt: Es wird dauern, bis eine tragfähige Formation den bekömmlichen Einstieg auf der Hausse-Seite signalisiert. Bislang gibt es nur marginale Anzeichen der Besserung. Für den KFT gilt es ohnehin, die lohnenden Schwankungen vor allem der gut handelbaren Börsenindizes mitzunehmen.

Viel Erfolg mit Ihren Investments
Ihr

Gerhard Mahler
Chefredakteur
Kurzfrist-Trader

P.S.: Nach dem Börsen-Crash: Die 3 Dax-Favoriten für 2016!

Mahler 's Kurzfrist-Trading-Bilanz

 TrefferquotePerformance
Seit 2007 73% 2111%

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Performance Dax-Aktien 3. Quartal 2016

Platz: 30
Unternehmen: E.ON
Von 9,10 auf 6,30 Euro
Performance: -30,77%

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