Marktübersicht

Dax
12.203,00
-0,83%
MDax
24.836,00
-0,04%
BCDI
144,50
0,46%
Dow Jones
21.777,37
0,31%
TecDax
2.278,50
0,22%
Bund-Future
162,13
0,10%
EUR-USD
1,17
-0,68%
Rohöl (WTI)
49,01
0,70%
Gold
1.256,93
-0,06%

Kolumne10:36 30.05.16

Börsenexperte und Autor Christoph A. Scherbaum

Entspannte Aktieninvestments mit Familienunternehmen

Guten Tag, liebe Leserinnen und Leser,

wann immer es um die deutsche Wirtschaft geht, kommt die Sprache schnell auf Familienunternehmen. Und das zu Recht, denn: 

Der Mittelstand, der in Deutschland dominiert, ist durch diese Unternehmen geprägt. Nun ist es keineswegs so, dass der deutsche Mittelstand mehrheitlich an der Börse notiert wäre. Aber diejenigen Unternehmen, die eine Eigentümerfamilie als Großaktionär haben, sind durchaus einen Blick Wert. 

Wenn wir den Mittelstand insgesamt mit den großen Aktiengesellschaften (v.a. aus dem deutschen Leitindex Dax) vergleichen, stoßen Anleger auf interessante Daten. Im Detail: Laut dem Deutschen Sparkassen- und Giroverband, der rund 300.000 Bilanzen und die daraus abgeleiteten Kennzahlen als Datengrundlage hat, haben diese Unternehmen seit dem Jahr 2003 ihre Gewinne aus gewöhnlicher Geschäftstätigkeit um 128 Prozent erhöhen können. Dagegen haben die großen Aktiengesellschaften nur ein Gewinnplus von 97 Prozent geschafft. 

Damit wird deutlich, dass der deutsche Mittelstand aufgrund seiner zum Teil sehr starken Marktstellung in den jeweiligen Nischen überdurchschnittliche Gewinnpotenziale ausschöpfen kann. Daneben dürfte jedoch auch ein weiterer Grund für diese Entwicklung mitverantwortlich sein: Die Eigentümerstruktur. 

Der Mittelstand zeichnet sich durch langfristig orientierte Eigentümerstrukturen aus. Meist sind die Gründerfamilien Mehrheitseigentümer und damit Garant für die Fokussierung auf das Kerngeschäft. Das schöne ist: Solche Unternehmen gibt es auch an der Börse zu finden. Dahinter verbergen sich dann meist klassische Aktiengesellschaften, deren Eigentümerstruktur durch eine Gründerfamilie oder eine andere dauerhaft engagierte Familiengruppe dominiert wird. 

Es sind aber auch andere Rechtsformen wie die Kommanditgesellschaft auf Aktien, kurz KGaA, weit verbreitet. Während dort die Kommanditaktionäre auf Einfluss verzichten, erhalten sie eine vergleichbare wirtschaftliche Beteiligung wie der Komplementär, der meist aus einer Familiengesellschaft oder Stiftung besteht. 

Da durch diese Konstruktion die Gefahr einer feindlichen Übernahme sehr gering ist, können sich solche Unternehmen in Ruhe auf ihr Kerngeschäft konzentrieren. Und weil nur langfristige Erfolge zählen, können sich vor allem Langfrist-Anleger an dieser Art von Investments – quasi als Trittbrettfahrer von den positiven Entwicklungen eines Familienunternehmens – erfreuen. Übrigens:

Unter den Champions-Aktien finden sich auch viele Unternehmen, die von Familien dominiert werden... 

In diesem Sinne,
Ihnen eine erfolgreiche Handelswoche (Ihre persönliche Terminübersicht)

Ihr
Christoph Scherbaum
Chefredakteur
Börsen-Ausblick

P.S.: Die Dividenden-Saison befindet sich im Endspurt! Im neuen boerse.de-Report "Dividenden-Aristokraten" erfahren Sie 20 Aktien, die bereits seit über 100 Jahren laufend Dividende ausschütten. Hier können Sie den Report gerne kostenlos anfordern...
 

Volltextsuche

Im Fokus

Aktueller Chart
  • Einstieg in Lebensmittelhandel mit Whole Foods!
  • Buffett: Amazon kann keiner mehr besiegen!
  • Weltgrößter Onlinehändler als Allzeithoch-Maschine!

Performance Dax-Aktien 1. Halbjahr 2017

Platz: 30
Unternehmen: Daimler
Von 70,71 auf 63,55 Euro
Performance: -10,13%

Tipp: Alles zu den langfristig sichersten und erfolgreichsten Aktien der Welt erfahren Sie im kostenlosen Newsletter „Aktien-Ausblick“, den Sie hier gerne anfordern können...

Warum der Dax auf 100.000 Punkte steigen wird

Warum der Dax auf 100.000 Punkte steigen wird
Thomas Müller und Alexander Coels haben in "Das Börsenbuch" die spektakuläre Prognose ausgestellt, dass der Dax bis 2039 auf 100.000 Punkte steigen wird. Diese einzigartige Börsenvision mag viele Anleger, angesichts des ständigen Bergauf und –ab an den Finanzmärkten, überraschen. Dabei ist die Überlegung dahinter einfach erklärt.