Dax 11064.0 2.68%
MDax 21293.0 1.48%
TecDax 1732.5 1.49%
BCDI 129.74 0.37%
Dow Jones 19502.19 1.3%
Nasdaq 4838.32 1.08%
EuroStoxx 3162.5 1.48%
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Kolumne15:27 29.04.16

Börsenexperte und Autor Christian Lukas

Es gibt nichts Besseres als Aktien

Guten Tag, liebe Leserinnen und Leser,

professionelle und private Anleger zeigen seit Anfang des Jahres immer wieder gegensätzliches Verhalten. Wenn die einen bullish sind, dann sind die anderen bearish. Das Verhalten lässt sich in den chaotischen Aktienkursen wiederfinden. Die Kurswellen gehen dann übertrieben abwärts, so dass alle Indikatoren und die Marktteilnehmer mit einem Abwärtstrend rechnen. Plötzlich drehen die Kurse, und es geht wieder aufwärts. Danach drehen die Märkte erneut. Es ist ein Handelsmuster, das typisch für Seitwärtsmärkte ist. Irgendwann wird das Muster aber nicht mehr funktionieren. Und dann kann es nur eine einzige Richtung geben: AUFWÄRTS

Es gibt keine risikolose Anlage, die Zinsen abwirft

Alle festverzinslichen Anlagen mit höherer Rendite sind hochgradig riskant. Das ist die unvermeidbare Konsequenz, weil die Leitzinsen zu niedrig sind. Eine 10-jährige Bundesanleihe kommt auf ungefähr 0,1 % Verzinsung. Gleichzeitig hat die Geldmenge im Euro-Raum enorm zugenommen. Von 2005 bis 2015 stieg der Anteil der Geldmenge um circa 50%. Mit anderen Worten: Es ist extrem viel Geld im Umlauf, das irgendwo investiert werden muss. Für alle professionellen Fondsmanager entsteht ein kaum erträglicher Performance-Druck.

An erster Stelle stehen deshalb Aktien. Sie bieten nicht nur mögliche Kursgewinne, sondern auch Dividenden. Der Durchschnitt liegt bei 3,5% Rendite. Das ist ein bullishes Argument. Selbstverständlich wird es immer wieder abwärts gerichtete Kurswellen geben. Infolgedessen werden Fondsmanager sich von Aktien trennen. Danach wird das Anlageproblem aber nicht besser. Jede Verkaufsposition erhöht die Liquidität des Anlagekontos, und gleichzeitig den Performance-Druck. Was sollen die Manager aso mit dem Geld anstellen?

Analysten warnen gerne vor dem Absturz des Aktienmarktes. Mit großer Wahrscheinlichkeit wird das auch passieren. Das war in der Historie immer so, und wird in der Zukunft auch so sein. Die Grundvoraussetzung für einen Crash ist immer eine zu hohe Bewertung. Eine Überbewertung der Aktienmärkte ist jedoch aus aktueller Sicht nicht erkennbar. Deshalb sollte jede kurzfristige Verkaufspanik immer wieder abgefangen werden.

Das größte Risiko der EU liegt bei den überschuldeten Banken. Hier muss es irgendwann eine Bereinigung geben. Das ist der unvermeidbare Teil jeder Marktwirtschaft. Unternehmen ohne profitables Geschäftsmodell müssen aus dem Markt ausscheiden. Wie wir bereits mit der Rettung der Commerzbank erfahren haben, gilt „Marktwirtschaft“ nicht für systemrelevante Großbanken. Deshalb wird jede Großbank in Europa in letzer Konsequenz vom eigenen Staat gerettet.

Viel Erfolg wünscht Ihnen,

Christian Lukas

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Performance Dax-Aktien 3. Quartal 2016

Platz: 30
Unternehmen: E.ON
Von 9,10 auf 6,30 Euro
Performance: -30,77%

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