Guten Tag, liebe Leserinnen und Leser,
wenn Sie den Trend-Ausblick regelmäßig lesen, dürfte Sie die jüngste Euro-Abwertung kaum überraschen. Immer wieder haben wir in den letzten Wochen an dieser Stelle darauf aufmerksam gemacht, dass aus Sicht der Charttechnik und Trends der US-Dollar vor einer kräftigen Hausse und analog dazu das Währungspaar Euro/US-Dollar vor einer deutlichen Abwärtsbewegung stehen sollte. Besonders freuen können sich diejenigen, die auch unsere
Trendbrief-Empfehlungen umsetzen. Denn dort haben wir nicht nur auf das Szenario hingewiesen, sondern haben bereits Ende November auf fallende Kurse gesetzt, sodass das Short-Engagement inzwischen 15% im Gewinn liegt.
Doch ist der Abwärtstrend nach dem Erreichen eines 15-Monats-Tief nun vorbei? Kann wieder auf steigende Euro-Kurse gesetzt werden? Oder fängt die Baisse im Euro/US-Dollar erst richtig an?
Um diese Fragen zu beantworten, lohnt sich ein Blick auf das große Bild im Euro/Dollar. Dabei lässt sich zunächst festhalten, dass sich das Währungspaar seit mehreren Jahren in einem großen charttechnischen Abwärtstrendkanal befindet. Nachdem zuletzt im Mai die obere Begrenzung erreicht wurde, ist theoretisch jetzt ein Anlaufen der unteren Begrenzung wahrscheinlich und damit Kurse um die 1,12 Dollar. In dem Primär-Abwärtstrendkanal hat sich weiterhin seit 2010 eine Schulter-Kopf-Schulter-Fortsetzungsformation ausgebildet, die im Dezember/Januar komplettiert wurde. Dieses Muster lässt ebenfalls weiter sinkende Kurse im Euro erwarten, wobei eine Kurszielprojektion hier Notierungen von unter 1,20 wahrscheinlich macht.
Ein Blick auf die 200-Tage-Linie und damit auf das maßgebliche Trend-Barometer verrät außerdem, dass der Abwärtstrend aufgrund des großen Abstands zwischen Kurs und GD als sehr massiv einzustufen ist und somit die Wahrscheinlichkeit für eine Abwärtstrend-Fortsetzung überwiegt. Dabei drehte jüngst sogar der GD200 selbst abwärts, was abermals negativ zu werten ist. Die Wahrscheinlichkeit ist also hoch, dass die Baisse im Euro/Dollar noch nicht vorüber ist und mittel- bis langfristig noch deutlich tiefere Kurse kommen. Zwar sind nach Abschwüngen wie zuletzt auch ausgeprägte Erholungsbewegungen denkbar, doch auf Sicht dürfte der Euro unter Druck bleiben. Wie Sie von dieser Entwicklung bestmöglich profitieren können, zeigen wir Ihnen
hier.
Mit bester Empfehlung,
Ihr
Tobias Pichler