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Kolumne09:34 31.01.12

Börsenexperte, Experte und Author Sven Brand
Euro holt weiter Luft
Guten Tag, liebe Leserinnen und Leser,

unsere von vielen als „Teuro“ beschimpfte Einheitswährung konnte in der vergangenen Woche weiter zulegen. Und zwar vom Montag Open bei 1,2880 bis zum Freitag Close bei 1,3223 ganze 343 Pips. Fast wie nebenbei wurde dabei auch der Gleitende Durchschnitt (GD) 50 gebrochen.

Natürlich ist es noch viel zu früh, um eine Trendwende auszurufen, doch erste aggressive Bullen werden nun in der kommenden Woche auf das Erscheinen eines höheren Tiefs spekulieren – wahrscheinlich um die 1,300-Marke, in welchem Bereich sich zurzeit die Unterstützungszone befindet. Dieses höhere Tief werden Euro-Optimisten dann als Einstiegspunkt nutzen wollen. Falls sich der Euro im Laufe der nächsten Tage wieder Richtung Süden aufmacht, halten wir deshalb den Bereich um 1,2966 bis 1,3000 für das erste bärische Wochenziel. Hier werden einige Bullen ihre Zähne zeigen.

Alternativ könnte es von hier weiter aufwärts gehen. Falls die obere Marke der momentanen Unterstützungszone bei 1,3080 oder gar der GD 50 bei augenblicklich 1,3110 halten sollten, wäre ein vorsichtiges bullisches Wochenziel das Herz der momentanen Widerstandszone - 1,3325.

Nach der Rallye der vergangenen Woche erwarten wir für die nächsten beiden Tage jedoch eher Rot – ab Mitte der Woche wird sich dann entscheiden, welche Farbe die Wochenkerze am Freitag dann endgültig tragen darf.



Nun die Auflösung von letzter Woche:

Die roten und grünen Kästen markieren Bereiche für mögliche Einstiegspunkte in einen etablierten Trend, denn sie markieren jeweils die Zone eines „idealen“ Rückzuges nach einem Swing. Wie letzte Woche angesprochen bewegt sich ein Trend immer in sogenannten Wellen - also z.B. eine Baisse aus einzelnen Abwärtsbewegungen (sogenannten Swings), auf welche ein Rückzieher folgt, bevor der nächste Swing den Trend fortsetzt. Der Swing ist also immer der sogenannte Impuls – der Teil der Welle, welcher dem Trend folgt.



Idealerweise bewegt sich ein solcher Rückzieher fast immer in einem bestimmten prozentualen Bereich des vorausgegangenen Swings. Laut Fibonacci misst dieser Rückzug in den allermeisten Fällen zwischen 38,2% und 61,8% des Swings. In einem Abwärtstrend signalisiert der rote Kasten den 38,2-61,8%-Bereich. Bei einem Aufwärtstrend wird dies durch einen grünen Kasten angezeigt.



Ein gelber Kasten signalisiert den Fibonacci-Bereich von 61,2% Rückzug bis 100% Rückzug. Dies ist der Bereich, in welchem ein Trend noch nicht unterbrochen ist, jedoch die Sorgenfalten einsetzen. Hier ist also ein Einstieg streng gesehen noch möglich, jedoch ist die Gefahr groß, dass der Einstiegspunkt schlecht gewählt wurde. Die „Qualität“ des Einstiegs bzw. des Trades nimmt also ab.

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Sobald die 100%-Marke überschritten wird, also z.B. in einem Abwärtstrend ein höheres Hoch erzeugt wird, ist der Preistrend kurzfrisitg unterbrochen und der folgende Kasten wäre grün (der EUR/USD tat uns vergangene Woche tatsächlich den Gefallen – zu Demonstrationszwecken!). Für einen Bären bedeutet dies Handelsverbot bis der nächste rote Kasten erzeugt werden kann und die Fahrt Richtung Süden weitergeht.



So haben wir nun ein schönes Ampel-System: Rot (Short) – Gelb („Schau mer mal“) – Grün (Long).

Wie genau man dies nutzen kann, um in einen laufenden Trend einzusteigen, erfahren wir das nächste Mal – denn nicht jeder Swing ist ein guter Swing!

Bis dahin

Happy Trading!
Ihr

Sven Brand


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