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Kolumne11:24 09.05.16

Börsenexperte und Autor Rudolf Wittmer

Euro mit Aufwärtspotenzial

Guten Tag, liebe Leserinnen und Leser,

in den vergangenen Tagen ging es an den Börsen zwischenzeitlich wieder etwas turbulenter zu, wobei die Aktienkurse überwiegend zur Schwäche tendierten.Ist dies ein Grund zur Beunruhigung? Wahrscheinlich nicht. Denn sinkende Kurse sind nach einer längeren Phase steigender Kurse – so wie wir dies seit Mitte Februar erlebt hatten – eher der Normalfall. Allerdings ist es in solchen Phasen sehr schwierig, Geld an den Märkten zu verdienen. Es sei denn, Sie sind als Anleger auch bereit, in andere Anlageklassen außerhalb der Aktienmärkte zu investieren. Denn:

Abseits jeglichen medialen Interesses hat sich die europäische Gemeinschaftswährung wieder an die Marke von 1,15 Dollar herangeschoben. Dies ist das höchste Kursniveau des Euro seit Januar 2015! Lediglich im August wurde diese Marke für kurze Zeit nach oben durchstoßen. Ansonsten prallte der Euro innerhalb der vergangenen 16 Monate mehrmals an diesem charttechnisch relevanten Widerstand nach unten ab. Nun deuten einige Indizien auf einen Ausbruch nach oben hin. Im Einzelnen:

Je länger eine Seitwärtsphase anhält, um so kräftiger fällt die darauf folgende Trendbewegung aus. Beim Euro genügt bereits ein flüchtiger Blick auf den Chart, um das Aufwärtspotenzial zu erahnen. Je nach Zählweise findet zurzeit der neunte Ausbruchsversuch über die Marke von 1,15 Dollar statt. Sollte es dieses Mal gelingen, dann liegt das minimale Kursziel im Bereich von 1,21 Dollar. Mittelfristig hat das Währungspaar EUR/USD sogar Potenzial bis in den 1,30er-Bereich. Eine solche Verschiebung der Währungsrelationen hätte Auswirkungen auf alle Anlageklassen. Konkret:

Streuen Sie Ihre Investments auf verschiedene Anlageklassen

Im ersten Moment würden sicherlich die Aktienkurse in Deutschland zu leiden haben. Denn ein steigender Euro bedeutet umgekehrt einen fallenden Dollar. Damit werden aber deutsche Aktien für Investoren aus dem Dollar-Raum relativ gesehen teurer. Dieser Effekt schwächt sich aber unserer Erfahrung nach ziemlich rasch wieder ab. Weitaus interessanter wäre die Wirkung eines fallenden Dollars auf die Rohstoffkurse. Sie wissen:

Je schwächer der Dollar um so günstiger werden z.B. für Europäer oder Asiaten die weltweit in Dollars fakturierten Rohstoffe. Dies würde dann einen weiteren Aufwärtsschub für das komplette Rohstoffsegment bedeuten. Offensichtlich setzen einige Investoren – unter anderem Sie als Trendbrief-Abonnent – bereits seit einiger Zeit auf dieses Pferd. Denn seit Jahresbeginn sind die Rohstoffe auf breiter Front gestiegen. So wie es aussieht war dies erst der Anfang. Die Party geht hier erst richtig los. Bleiben Sie dabei!

Viel Erfolg beim Trading

Rudolf Wittmer
Chefredakteur
Trendbrief

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