Guten Tag, liebe Leserinnen und Leser,
vergangene Woche stellte sich die Frage, ob der Anstieg beim Euro nur eine kurze Erholung darstellt – oder ob es sich hier eventuell sogar um das Ende der Baisse handelt.
Diese Frage wird zunehmend brisant, denn die europäische Einheitswährung verzeichnete in der vergangenen Woche gegenüber den „Konkurrenten“ weitere Kurszuwächse. Doch:
Momentan lässt uns unser Divergenzindikator (DI) daran zweifeln, da dieser sich bei keinem der Euro-Paare in der bullischen Zone befindet.
Doch warum diese Verzögerung?
Mittels bullischer, bärischer und neutraler Zone misst der DI auf einem Vier-Stunden-Chart die Richtung und Stärke des längerfristigen Trends. Dies geschieht auf Basis der Divergenz zwischen den täglichen GDs 200 und 100. Dementsprechend „träge“ verhält sich der DI bei kurzfristigen Trendwenden. Dies macht durchaus Sinn, denn:
Auch beim kurzfristigen Handeln auf Intra-Day-Charts ist das Risiko immer geringer und es sind die Gewinnchancen daher höher, wenn in Strömungsrichtung gehandelt wird. Der DI misst diese Strömungsrichtung – also den längerfristigen Trend – in welche ein Großteil des Geldes fließt.
Den kurzfristigen Kursschwankungen übergeordnete, längerfristige Trends benötigen oft Wochen, um die Richtung zu ändern – ähnlich einem Öltanker, der mehrere Kilometer braucht, um eine Kehrtwende hinzulegen. In diesen Übergangsphasen werden viele Anleger aufgerieben, da sich die Intra-Day-Trends oft schnell und unberechenbar drehen. Hierfür wurde der DI entwickelt:
Er hilft dabei, unser Boot erst dann in das Fahrwasser des Öltankers zu steuern, wenn klar wird, wohin dieser fährt.
Konkret heißt dies für die kommende Woche:
Auf dem Vier-Stunden-Chart hat der EUR/USD bereits einen Aufwärtskanal ausgebildet und sich bis zur Widerstandszone bei 1,3866 bis 1,3900 hochgearbeitet. Dabei hat er den GD200 erfolgreich überwunden. Setzt sich dieser Aufwärtsdrang in den nächsten Tagen weiter fort, könnte der DI bis zur Mitte der kommenden Woche bereits wieder im bullischen Modus sein. Im Idealfall hätten wir dann nicht nur den obengenannten Widerstand hinter uns gelassen, sondern auch bereits die 1,4000-Marke überwunden.
Auch beim EUR/GBP wurden Abwärtstrend sowie GD200 überwunden. Zusätzlich steht eine bullische Überkreuzung des GD50 mit dem GD200 unmittelbar bevor. Auch hier gilt es abzuwarten, bis der DI die Hausse freigibt.
Zum Schluss noch wie versprochen ein abrundender Blick auf den US-Dollar:
Wie beim Euro zeigt sich der japanische Yen auch gegenüber dem US-Dollar schwächer. Doch während der EUR/JPY seit dem Jahrestief bei 100,74 etwa 550 Pips auf 106,29 zulegen konnte, schaffte der USD/JPY lediglich einen schmerzhaften Anstieg um 105 Pips vom Jahrestief bei 75,95 im August auf derzeit 77,00.
Auch der australische Dollar legte seit seinem Jahrestief bei 0,9352 vom Anfang des Monats eine beachtliche Rallye von über 900 Pips auf 1,0336 hin. Zwar sind auf dem Weg nach oben noch einige Widerstände zu bezwingen, doch falls der Aufwärtsdrang ungebrochen bleibt, sind es zum Jahreshoch bei 1,1075 vom 28. Juli immerhin noch über 700 Pips Spielraum.
Fazit:
Der US-Dollar wird schwächer, während der Euro weiter erstarkt. Dies ist ein interessantes Szenario für den EUR/USD – sobald unser DI den Sprung in den Hausse-Modus geschafft hat!
Bis dahin – bleiben Sie geduldig und bleiben Sie dran!
Happy Trading!
Ihr
Sven Brand
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| Wert | Aktuell | % |
|---|---|---|
| DAX | 6.302,00 | -0,08 |
| MDAX | 10.231,52 | 0,03 |
| TecDAX | 752,00 | 0,13 |
| EURO STOXX 50 | 2.156,50 | 0,00 |
| Dow Jones Industrial | 12.520,00 | -0,17 |
| Nasdaq 100 | 2.534,20 | 0,11 |
| Gold | 1.555,30 | -0,31 |
| Silber | 28,11 | -0,31 |
| Rohöl (WTI) | 90,65 | -0,37 |
| Euro/Dollar | 1,2540 | 0,07 |
| Bund-Future | 143,98 | 0,00 |