Kolumne08:59 24.11.11
Europa im freien Fall, Emerging Markets wachsen weiter
Guten Tag, liebe Leserinnen und Leser,
nach Portugal, Irland und Griechenland steuern nun auch volkswirtschaftliche Schwergewichte wie Spanien und Italien mit Volldampf in Richtung Staatsbankrott. Europas hochverschuldeten Staaten fällt es zunehmend schwer, ausreichend kapitalkräftige Investoren zur Refinanzierung fälliger Anleihen aufzutreiben. Bis Ende 2011 müssen gut 70 Milliarden Euro hierfür angeworben werden. Im ersten Quartal 2012 explodiert der Bedarf dann auf über 200 Milliarden Euro. Woher soll all das notwendige Geld kommen? Private Banken und Versicherungen fallen nach dem jüngsten Krisen-Gipfel (Stichwort: freiwilliger 50%-Verzicht) als Käufergruppe komplett aus. Immer mehr Länder rufen daher nun nach Europas Zentralbank, doch Signore Draghi ziert sich noch, die Euro-Druckerpresse unter Volldampf zu setzen. Wer seine Euro-Scherflein in Sicherheit bringen will, sollte sich beeilen.
Glücklicherweise besteht die Welt nicht nur aus Europa. Grundsätzlich positiv stimmt, dass erste volkswirtschaftlich bedeutende Länder in Asien und Lateinamerika begonnen haben, konjunkturell wieder zu stimulieren. Bereits am 31. August begann Brasiliens Notenbank – für viele Marktteilnehmer überraschend – ihren Leitzins um 50 Basispunkte auf 12,00% abzusenken. Am 19. Oktober folgte ein zweiter Schritt auf nunmehr 11,50%. Auch Indonesiens Zentralbank reduzierte sowohl im Oktober als auch im November den Leitzinssatz auf aktuell nur noch 6,00% (-0,75%). Selbst Chinas Regierung erwägt wie 2009 erneut Konjunktur stützende Maßnahmen. Anders als Westeuropa und Nordamerika sind viele Schwellenländer kaum verschuldet sondern verfügen sogar über gewaltige Devisenreserven und erhebliches Zinssenkungspotenzial. Selbst große Konjunkturprogramme wären bei Bedarf unproblematisch finanzierbar.
In den Emerging Markets verbessern sich nun die Wachstumsaussichten wieder deutlich. Im heutigen Aktien-Trend-Investor stellen wir Ihnen deshalb zwei asiatische Unternehmen aus defensiven Sektoren vor, welche ausschließlich auf ihren boomenden Heimatmarkt ausgerichtet sind und denen irgendwelche Krisen im fernen Europa kaum etwas anhaben können. Kurzfristig verfügen beide im Hausse-Trend befindliche Aktien über Kurspotenzial von bis zu +25% (mittelfristig bis +112%). Weitere aussichtsreiche Empfehlungen werden wir in Kürze per Eilmitteilung aussprechen können.
Herzliche Grüße und achten Sie auf den Trend.
Daniel Haase
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