Guten Tag, liebe Leserinnen und Leser,
der Drive an den Börsen ist derzeit beachtlich. Fast kein Anleger denkt derzeit noch an die Möglichkeit, dass wir uns in einer Bullenfalle befinden bzw. in eine solche hineingeraten. Wieso auch, „die Börsen laufen doch“, wie mir ein Leser in der vergangenen Sprechstunde stolz erzählte. Doch genau die aktuelle Börsenphase sollte Trader ein bisschen zur Vorsicht mahnen. Die Emotionen sind schon wieder on Top, es fehlt vielleicht ein wenig die Nüchternheit, um die Lage realistisch einzuschätzen. Das fundamentale Umfeld ist das eine, die Charttechnik und die dazugehörenden Indikatoren sind das andere. Im Klartext:
Wir hatten beispielsweise dem TecDAX im
DAX-Premium-Trader Platz bis zum Niveau der August-Zwischen-Tops eingeräumt. Dieses Ziel wurde gestern in der Spitze erreicht, womit das deutsche Technologie-Barometer zwischen 757 und 764 nun einen schwierigen Widerstand vor der Brust hat, zumal auf diesem Niveau im Augenblick auch die 200-Tage-Linie verläuft. Das bedeutet:

Wird der GD200 überwunden, besteht darüber weiteres Erholungspotenzial bis 770/780 Punkten. Wir sollten aber auch im Hinterkopf haben, dass der TecDAX im vergangenen Jahr zwischen April und Oktober von 952 Punkten um 335 Punkte bzw. 35% auf 617 Zähler abgestürzt war. Und mit dem eben erwähnten Anstieg auf 756 Zähler hat der
TecDAX erst 41% dieses Abschlags wieder aufgeholt. Nur zum Vergleich:
Der
MDAX war um 32% weggebrochen und hat bereits 69% des Crashs wieder aufgeholt. Der
DAX war um 35% eingebrochen und hat bereits 63% wieder aufgeholt. Das soll heißen:
Der TecDAX läuft also deutlich hinterher, was ungewöhnlich für einen neuen Aufwärtstrend ist, da zumeist gerade die spekulativen Techologie-Aktien in solchen Abschnitten besonders gefragt sind. Gegenüber dem Nasdaq verfügt der TecDAX noch über deutliches Aufholpotenzial. Der Chart zeigt es auf. Denn:

Während in den USA (rot) bereits neue Zehn-Jahres-Höchststände erreicht wurden, hängen die deutschen Tec-Werte noch deutlich unter den Vorjahres-Höchstständen zurück. Nun haben wir Februar – nicht gerade der Gewinnmonat für den TecDAX:
- In den vergangenen zehn Jahren konnten die Kurse nur in 46% der Fälle im Februar Gewinne verbuchen
- Durchschnittlich legt der TecDAX im zweiten Monat des Jahres mit einer Performance von -0,17% eine Verschnaufpause ein.
Sie sehen, die Bäume müssen in den kommenden Wochen nicht unbedingt weiter in den Himmel wachsen. Wie Sie aber diesen zweiten Handelsmonat mit DAX & Co weiterhin auf der Erfolgsspur liegen – das lesen Sie in meiner neuesten Ausgabe des
DAX-Premium-Traders. Ich bin gerade dabei, diese fertigzustellen und das Trading-Setup ein wenig zu modifizieren. Lassen Sie sich überraschen.
Mit bester Empfehlung
Ihr
Sebastian Hoffmann