Guten Tag, liebe Leserinnen und Leser,
über 6300 Punkte im
DAX, über 730 Zähler im
TecDAX und der
MDAX zeigt Kurse von mehr als 9700 auf. Alles in Butter oder? Vorsicht sage ich an dieser Stelle. Die Leser des
DAX-Premium-Traders konnten jüngst erst lesen, dass wir kurzfristig einen Wendepunkt am Aktienmarkt sehen könnten:
Im DAX haben beispielsweise die Bullen mit dem oberen Ende der übergeordneten Seitwärtsrange zwischen 6.280 und 6.350 Punkten nun eine massive Widerstandsbarriere vor der Brust. Die muss erst einmal auf Wochenschlusskursbasis genommen werden. Hinzu kommt der GD200. Ebenso die Tatsache, dass seit dem Tiefpunkt im März des Jahres 2009 im Bereich von 6.250 die meisten Umsätze generiert wurden, wodurch diese Zone kurzfristig wie ein Magnet wirkt und zusätzlichen Verkaufsdruck auf Deutschlands Leitindex ausüben könnte. Viel spannender geht es aber gerade im MDAX zu. Hier spiegelt sich aktuell die Vergangenheit wider. Denn:
Der MDAX war im Zuge der ersten Phase der Finanzkrise im Jahr 2008 bis auf 7.482 Zähler weggebrochen – Sie erinnern sich bestimmt daran. Und dann, nach einer kurzen Seitwärtsphase knapp oberhalb von 8.000 Punkten, startete am 25. März 2008 eine Erholungsbewegung. In dieser legte das Nebenwerte-Barometer innerhalb von nicht einmal 1,5 Monaten satte 1.845 Punkte bzw. 22% auf 10.069 Punkte zu und es wurde dabei auch noch die 200-Tage-Linie kurzfristig zurückerobert. Und heute?
Es gibt zwischen der aktuellen Erholung und der 2008er-Gegenbewegung erstaunliche Parallelen (siehe Grafik). So könnte der MDAX jetzt innerhalb der vergangenen 1,5 Monate stolze 1616 Zähler bzw. 20% aufholen. Und es wurde ebenfalls die 200-Tage-Linie zurückerobert!

Dass der langfristige Trendwechsel jedoch noch nicht vollzogen wurde, zeigt der Vergleich mit dem 2008er-Verlauf. Aber:
Fast punktgleich konnten sich die Kurse zwar damals etwas absetzen, das hohe Kursniveau oberhalb vom GD200 konnte jedoch nicht lange gehalten werden. Zudem sind die langfristigen Durchschnitte gerne übergeordnete Zielzonen von umfangreichen Erholungsbewegungen. Das könnte bedeuten:
Vielleicht demnächst einen Einbruch wie in 2008 im MDAX? Gute Frage. Die Antwort darauf wäre vielleicht die folgende:
Ein DAX-Trader sollte einfach nur auf der Hut sein und sein persönliches Trading-Setup mit soliden und richtigen Stop-Loss-Marken unterfüttern. Denn eines sollte Ihnen in Gegensatz (vielleicht) zu 2008 nicht passieren: Alle vorherigen Gewinne wieder abgeben...
Mit bester Empfehlung
Ihr
Sebastian Hoffmann