Guten Tag, liebe Leserinnen und Leser,
vor drei Wochen griffen sechs westliche Notenbanken (USA, Kanada, Japan, Großbritannien, Schweiz und EZB/Euro-Zone) massiv in den Interbankenmarkt ein und stellten ihren überaus klammen Großbanken praktisch unbeschränkt preiswerte Dollar-Kredite in Aussicht. Die Europäische Zentralbank ging auf ihrer jüngsten Sitzung noch ein paar Schritte weiter. Zum einen wurden die Leitzinsen aufs historische 1%-Tief gesenkt, der Mindestreservesatz von 2% auf nie zuvor gesehene 1% halbiert und obendrein versprach die EZB – wie im Frühjahr 2009 – allen Banken in der Euro-Zone unbegrenzt Liquidität zur Verfügung zu stellen. Doch während 2009 die Laufzeit dieser „Sonderkreditlinie“ auf 12 Monate beschränkt war, läuft das aktuelle Angebot sogar 36 Monate. Der neue EZB-Chef Mario Draghi verzichtet sogar auf die bisher geltenden Standards für Kreditsicherheiten. Im Umkehrschluss bedeutet dies: Die EZB druckt Geld gegen Überlassung von „Ramsch-Sicherheiten“.
+90% Chance wie 2009 Die umfangreichen Liquiditätsspritzen der Notenbanken sorgten für einen gewaltigen Hausse-Schub an den Edelmetallmärkten. Notierte die Feinunze Gold Anfang 2009 noch bei 870 Dollar bzw. 614 Euro, so stand sie zwei Jahre später bereits bei 1.405 Dollar (+61%) / 1.056 Euro (+72%). Der Goldminenindex HUI legte in diesem Zeitraum gar +90% von 302 auf 573 Punkte zu. Wenn sich die 2009/2010er-Goldpreis-Explosion wiederholt, müsste der Preis einer Feinunze von 1.600 auf 2.580 Dollar (+61%) steigen. Ist dies vorstellbar? Ich glaube ja, denn die Notenbanken werden angesichts der weltweiten konjunkturellen Probleme und der Euro-Schuldenkrise 2012 vermutlich weiter massiv Geld drucken. Aktuell notiert Gold ein paar Prozentpunkte unterhalb seines gleitenden 200-Tage-Durchschnitts. Während der vergangenen zwölf Jahre war dies regelmäßig ein günstiger Kaufzeitpunkt (spätestens, wenn der 200er-GD wieder überwunden wird). Auch von die Positionsdaten von den US-Terminbörsen stimmen mich optimistisch. Diejenigen mit Ahnung vom Goldgeschäft, die so genannten kommerziellen Händler (engl. Commercials), stehen in der jüngsten Korrektur – wie im Herbst 2008 – zunehmend auf der Käuferseite. Alles in allem sehen mein Kollege Daniel Haase und ich gute Voraussetzungen für eine Fortsetzung der Goldhausse im kommenden Jahr. Natürlich kann der Preis kurzfristig auch noch einmal fallen, doch das dürften gute (Nach-) Kaufgelegenheiten sein.
Goldminen per Abstauberlimit einsammeln Im Aktien-Trend-Investor haben wir bereits die Korrektur der vergangenen Tage dazu genutzt, um einige Goldminen mit Abstauber-Limit. Kurzfristig mag die Konsolidierung noch anhalten, die mittelfristigen Chancen (durchschnittliches Kursziel: +37%) überwiegen meines Erachtens jedoch deutlich. Ich lade Sie ein, den Aktien-Trend-Investor
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Gerd Ewert