Dax 11188.0 0.07%
MDax 21476.0 0.02%
TecDax 1734.5 0.26%
BCDI 130.93 0.00%
Dow Jones 19614.81 0.33%
Nasdaq 4856.62 0.14%
EuroStoxx 3195.0 0%
Bund-Future 160.19 -0.12%

Kolumne18:09 11.07.12

Börsenexperte und Autor Thomas Müller

Geld aus dem Nichts und auch deshalb steigende Börsen

Guten Tag, liebe Leserinnen und Leser,

wer die täglichen Schlagzeilen liest, könnte meinen, dass die Börsen in Trümmern liegen. Doch das Gegenteil ist der Fall, denn die Kurse zeichnen mit per saldo leichten Kursgewinnen ein konstruktives Bild. Ziehen wir also eine Halbzeitbilanz:

Per 30. Juni hat bei den großen Indizes der Euro Stoxx 2,2% verloren, während der Dax 8,8% aufsatteln konnte. Im Dow Jones ging es im ersten Halbjahr um 5,4% nach oben, und S&P 500 wie auch unser boerse.de-Champions-Index (BCI) verbesserten sich um jeweils 8,3%. Hauptgewinner waren der Nasdaq mit +14,8%, sowie der MDax mit einem Kursgewinn von 16,3%, während die Edelmetalle auf der Stelle traten (Silber -3,9%, Gold +4,4%). Dementsprechend:

Für unsere 100 Champions errechnet sich ein Halbjahres-Kursgewinn von im Mittel 6,6%. Dabei konnten sich 64% aller Titel verbessern (46 Champions sogar auf neue All-Time-Highs) und 17 um mehr als 20%. Hauptverlierer war Inmet Mining (–36%), während Shimano 38,7% gewann, Hugo Boss 44,0% sowie Apple mit +44,2% die Nase vorn hatte. Damit haben Champions-Aktien nun im Drei-Jahres-Vergleich 75% gewonnen und seit 30.06.2008 (kurz danach startete die Finanzkrise mit der Lehman-Pleite) 48%. Schauen wir ein Jahrzehnt zurück:

Gegenüber 30.06.2002 – damals befanden sich die Börsen inmitten der im Jahr 2000 eingeschlagenen Extrem-Baisse – sind die Aktienbörsen kaum von der Stelle gekommen. Während die Edelmetalle kräftig haussiert haben (Gold +402%, Silber +448%), konnte der Dow Jones nur bescheidene 39% aufsatteln, und im Dax waren es trotz Dividenden auch nur 46%. Unsere Champions erreichten indes die zehnfache (!) Performance, denn im Mittel errechnet sich hier ein Kursgewinn von 418%, plus der Ausschüttungen eines ganzen Jahrzehnts. Dabei kommt bald wieder Musik in die Märkte:

Ich gehe weiterhin davon aus, dass das zweite Halbjahr, speziell das vierte Quartal, mit kräftigen Börsengewinnen überraschen wird. Denn die hohe Volatilität verdeckt die Tatsache, dass die Kurse seit Herbst an der berühmten Mauer der Angst nach oben klettern. So ist z.B. der monatliche Anlageindikator der DZ Bank auf ein Rekordtief gefallen, da derzeit lediglich 20% der Anleger mit steigenden Kursen in den nächsten sechs Monaten rechnen. Die Börsen sind also sentimenttechnisch bereinigt, während eine Unmenge Liquidität an der Seitenlinie steht, die negativen Realrenditen ausgesetzt ist. Wenn der Börsen-Zug daher einmal richtig ins Laufen kommt, wird er so schnell nicht mehr stoppen, da vor allem institutionelle Adressen einem immensen Performance-Druck ausgesetzt sind. Zumal:

Der jüngste EU-Gipfel hat die gleichen Ergebnisse gebracht, wie die davor – es wird einfach noch mehr Geld gedruckt. Diesmal zur Bankenrettung über den ESM, so dass die Staatsschulden davon zunächst nicht berührt werden. Der Effekt bleibt indes der gleiche: Je mehr Geld aus dem Nichts geschaffen wird, desto mehr verliert Geld an Wert und dementsprechend steigt spiegelbildlich der Wert von Sachwertanlagen. Das Ganze ist nicht lustig, aber Champions-Aktien und Gold werden uns noch viel Freude machen.

Mit bester Empfehlung
Ihr

Thomas Müller
Herausgeber
boerse.de-Aktienbrief


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TM's empfohlene Sachwertinvestments

Wertvor 10 JahrenKurs akt.Performance
Silber 13,76 17,12 24,46%
Gold 637,40 1.177,65 84,76%
BCI 15.134,60 26.753,40 76,77%
Apple 12,61 111,03 780,32%
Nestlé 26,51 63,04 137,81%
BCDI 35,54 129,94 265,62%
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Performance Dax-Aktien 3. Quartal 2016

Platz: 30
Unternehmen: E.ON
Von 9,10 auf 6,30 Euro
Performance: -30,77%

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