boerse.de - Europas erstes Finanzportal
Dax6.309,50-0,10%Dow Jones12.529,750,26%EUR-USD1,25400,07%
MDax10.222,000,32%Nasdaq2.531,35-0,61%Rohöl (WTI)90,65-0,37%
TecDax751,500,26%EuroStoxx2.152,70-0,17%Gold1.559,10-0,07%

Kolumne09:56 17.02.12

Börsenexperte, Experte und Author Christoph A. Scherbaum
Griechenland und Moody´s sind mal wieder Stimmungskiller
Guten Tag, liebe Leserinnen und Leser,

aufgrund der immer noch herrschenden Unsicherheit rund um das griechische Hilfspaket und der Ankündigung der Ratingagentur Moody’s, mehr als 100 Geldinstitute auf ihre Kreditwürdigkeit zu prüfen, hatte der DAX gestern von Beginn an einen schweren Stand. Der deutsche Leitindex lag lange Zeit mit mehr als 1 Prozent deutlich im Minus. Positiv zu vermerken ist allerdings, dass er sich zum Handelsende stark erholen konnte.

Für deutliche Entspannung sorgten am Nachmittag nämlich einmal mehr gute US-Arbeitslosenzahlen. Diese waren niedriger ausgefallen als zunächst erwartet. Ebenso vermochte es der Philly-Fed-Index positiv zu überraschen. Der Index stieg von 7,3 Punkten im Januar auf 10,2 Punkte im Februar, wobei lediglich ein Anstieg auf 9,0 Punkte erwartet wurde.

Nachdem der DAX in den vergangenen Tagen zunächst positiv gestartet war und die Gewinne zum Schluss wieder abgeben musste, lief es gestern genau anders herum. Damit bleibt es dennoch dabei: Der DAX tritt weiter auf der Stelle und kann sich nicht entscheiden ob er seinen, in diesem Jahr begonnenen Aufwärtstrend, fortsetzen soll, oder ob er nicht doch den Weg nach unten aufnehmen sollte. Mein Kollege Sebastian Hoffmann titelt daher in der neuesten Ausgabe des DAX-Premium-Traders zu Recht: „DAX – die Rallye kommt „vorerst“ ins Stocken“. Was für einen Lösungsansatz er für Trader parat hat in diesen Tage ist dagegen mehr als interessant. Lesen Sie dieses einmal hier spontan und unverbindlich nach. So oder so:

Es bleibt zu hoffen, dass die Eurogruppe am Montag das Paket zur Rettung Griechenlands, wie von Eurogruppen-Chef Jean-Claude Juncker angekündigt, verabschieden kann. Allerdings scheint auch in dieser Frage neuer Diskussionsbedarf aufgekommen zu sein, da einige Länder offenbar fordern, Griechenland zunächst nur einen Überbrückungskredit zu gewähren, um eine Pleite im März zu verhindern. Der restliche Teil des 130 Mrd. Euro schweren zweiten Hilfspakets für das Land soll dann erst nach den für April geplanten Parlamentswahlen ausgezahlt werden. Ein Schelm der dabei böses denkt. Ein Blick auf den heutigen Tag:

Bleibt abzuwarten, ob sich der DAX heute vielleicht zum Wochenschluss traut, eine eingeschlagene Richtung beizubehalten. Dies könnte man allerdings bezweifeln, da so lange das Hin und Her in der Griechenland-Frage herrscht, auch das Auf und Ab an den Aktienmärkten weitergehen sollte. Damit Griechenland nicht das einzige marktbeherrschende Thema bleibt, erwarten uns auch zum Wochenausklang einige Daten. Es werden u.a. Zahlen der EZB zur Leistungsbilanz in der Eurozone (Dezember) veröffentlicht. Weiterhin gibt es aus Deutschland die Erzeugerpreise (Januar). Aus den USA werden uns die Verbraucherpreise für den Monat Januar erreichen. Unternehmensseitig dürften u.a. die Zahlen von Aegon und von Anglo American von größerem Interesse sein.

In diesem Sinne, noch einen erfolgreichen Börsentag
Ihr

Christoph Scherbaum

Börse aktuell

Wert Aktuell %
DAX 6.307,50 0,00
MDAX 10.231,52 0,03
TecDAX 752,00 0,13
EURO STOXX 50 2.156,50 0,00
Dow Jones Industrial 12.529,75 -0,09
Nasdaq 100 2.534,50 0,12
Gold 1.558,10 -0,13
Silber 28,18 -0,07
Rohöl (WTI) 90,66 -0,36
Euro/Dollar 1,2540 0,07
Bund-Future 143,85 -0,09