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Kolumne09:35 10.01.12

Börsenexperte, Experte und Author Dr. Dr. Gerald Pilz
Große Chancen in den USA
Guten Tag, liebe Leserinnen und Leser,

die Aktienmärkte beginnen, sich zu erholen, und 2012 wird deutlich besser abschneiden als das vergangene Jahr. Statistiken belegen, dass Kursgewinne in den ersten Januartagen mit einer Wahrscheinlichkeit von 75 Prozent auf ein erfreuliches Börsenjahr hindeuten. Im Durchschnitt konnten Anleger in solchen Jahren ein Plus von mehr als 22 Prozent erzielen.

Während in Europa die Krise weiter anhält und auch Länder wie Ungarn in erhebliche Schwierigkeiten geraten, sind die Aussichten in den USA gut. Hierfür gibt es mehrere Gründe. Im Herbst stehen in Washington Präsidentschaftswahlen an. Bislang war es immer so, dass Wahljahre an der Wall Street mit deutlichen Kursgewinnen verbunden waren. Die Federal Reserve wird alles tun, um die Börsen zu beflügeln. Denn die Wirtschaftspolitik hat einen erheblichen Einfluss auf den Ausgang der Wahlen. Steuererhöhungen, Etatkürzungen und steigende Zinsen sind damit tabu. Das wird die Aktienkurse in New York deutlich steigen lassen.

Hinzu kommt die schwere ungelöste Staatsschuldenkrise in Europa. Investoren weltweit werden Investments in der Alten Welt meiden und lieber in Amerika und Asien Zuflucht suchen. Der US-Dollar dürfte davon deutlich profitieren.

Kaufsignale bei allen wichtigen US-Indizes

Alle drei wichtigen US-Indizes, der Dow Jones, der S&P 500 und der Nasdaq 100, notieren über der jeweiligen 200-Tage-Linie. Dies gilt auch für die gleitenden Durchschnitte von 100 und von 20 Tagen, was das Signal bestätigt, wenngleich die Trendstärke schwach ausgeprägt ist.

Für den US-Markt stehen eine ganze Reihe unterschiedlicher ETFs zur Verfügung. Langfristig sind marktbreite Indizes am sinnvollsten. Der Jow Jones umfasst nur 30 Standardwerte und gilt daher als weniger geeignet. Ein Beispiel für einen ETF auf diesen Index ist der CS ETF Dow Jones Industrial Average (ISIN: IE00B53L4350) der Credit Suisse. Er verzichtet auf die umstrittenen Swaps und hat eine vergleichsweise geringe jährliche Managementgebühr von 0,22 Prozent. Wesentlich breiter aufgestellt ist der MSCI USA Index, der mehr als 600 Aktien umfasst. Der UBS ETF MSCI USA I (ISIN: LU0446735259) ist in diesem Bereich mit einer jährlichen Verwaltungsvergütung von 0,18 Prozent preiswert und enthält alle Wertpapiere des Index.

Interessant sind auch ETFs auf den S&P 500 wie beispielsweise der HSBC S&P 500 ETF (ISIN: DE000A1C22M3) mit einer jährlichen Managementgebühr von 0,09 Prozent und Indexfonds auf den Russell 2000 Index, der – wie der Name bereits andeutet – 2000 US-Unternehmen zusammenfasst. Ein Beispiel für einen Indexfonds ist der db x-trackers Russell 2000 ETF der Deutschen Bank (ISIN: LU0322248658), der aber wegen der Vielzahl der Aktien Swaps verwendet.

2012 wird sich trotz der Unsicherheiten in Europa erfreulich entwickeln. Die Wahlen in den USA werden besonders amerikanische Aktien steigen lassen.

Viel Erfolg bei Ihren Investments!

Ihr Dr. Dr. Gerald Pilz


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