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Kolumne16:58 29.12.11

Börsenexperte, Experte und Author Janne Jörg Kipp
Große Trends stehen 2012 bevor
Guten Tag, liebe Leserinnen und Leser,

das Japan-Unglück vom März sowie die Finanzkrise haben alle Prognosen für 2011 zerlegt. Elf Banken sahen Dax-Stände zwischen 6200 (Hessische Landesbank) und 9000 (Silvia Quandt Research). Das Mittel lag bei 7632. Statt 10% Plus schließt der Index deutlich im Minus. Dies belegt erneut, dass die Fortschreibungsmodelle vieler Analysten in Situationen wie 2011 fehleranfällig sind.

Wie ungewöhnlich die 2011er-Talfahrt war, zeigt ein bemerkenswerter Fakt aus den USA: Seit 1957 gab es im S&P 500 nur elf Tage, an denen mehr als 490 Titel verloren, gleich sechs Handelstage davon fielen in die Zeit ab Ende Juli 2011.

Auch die niedrigen Zinsen standen nicht auf dem Zettel der Analysten. Die Umlaufrendite wurde ausgehend von 2,6% bei 3,3% bis 3,7% zum Jahresende taxiert. Das Barometer für Standardanleihen fiel jedoch seit Frühjahr auf 1,5%. Entsprechend stieg der Bund-Future mit 10% Plus auf Rekordhochs. Wir folgten dem Verlauf einfach und kauften Long-Zertifikate (Gewinnmittel +34%). Denn:

Für uns Trendfolger sind die Kurse entscheidend, nicht die Fundamentaldaten. Das Kriterium zur Identifikation von Auf- und Abwärtstrends ist der GD200, der die durchschnittlichen Schlusskurse aus den vergangenen 200 Tagen glättet. Zur Absicherung haben wir zusätzliche Instrumente entwickelt, mit denen die Trend-Stärke und -Breite messbar ist. Mit dem Abstand zur 200-Tage-Linie wächst die Trend-Stärke, wodurch die optimale Investitionsquote bestimmt wird. Je höher der Anteil der Werte, die sich im selben Modus wie der übergeordnete Markt befinden, desto breiter/sicherer ist der Trend. Unsere Daten zeigen:

Sowohl Aktien- als auch Rohstoffmärkte sind noch massiv in der Baisse. Allerdings gibt es Anzeichen für steigende Kurse 2012. So reduzierte sich zuletzt die Trend-Stärke. Charttechnisch haben viele Indizes runde Marken und zähe Widerstände überwunden. Und zyklisch zeigt der Dax, warum wir optimistisch in 2012 gehen können. Seit Gründung 1988 hat das Leitbarometer bis auf die Ausnahmephase 2000-2002 jedem Verlust- ein Gewinnjahr folgen lassen. Große Trends erwarten wir für den Bund-Future, der bei steigenden Zinsen spiegelbildlich fällt. Der Niedrigzins dürfte 2012 angesichts des Misstrauens stark zulegen. Bis dahin bleiben wir long im Bund-Future, denn: wir folgen den Trends.

Ich wünsche Ihnen und Ihrer Familie einen guten Rutsch ins neue Jahr.

Ihr


Janne Jörg Kipp


PS: Als treuer Trendbrief-Leser hab ich Ihnen heute ein ganz besonderes Weihnachtsgeschenk mitgebracht. Im kostenlosen Spezialreport „Top-Investment-Chancen 2012“ stellt Ihnen das Börsenverlag-Team seine Anlage-Favoriten für das kommende Jahr vor. Hier geht´s zum kostenlosen Download...

Kipp 's beste Trend-Empfehlungen 2011

WertKaufk.Verkaufsk.Gewinn
Silber Long-Zert. 3,50 13,86 296,00%
Silber Long-Zert. 2,60 9,64 270,77%
Silber Long-Zert. 3,48 11,17 220,98%

Video Interview

Janne Jörg Kipp im Interview


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