Guten Tag, liebe Leserinnen und Leser,
Chiles Börse befindet sich im Aufwärtstrend. Fast unbeachtet von den meisten Anlegern in Europa entwickelt sich das südamerikanische Land zu einer Erfolgsgeschichte und zeichnet sich durch eine dynamische und äußerst wettbewerbsfähige Wirtschaft aus. Chile hat einen höheren Grad an Deregulierung und Privatisierung erreicht als die meisten europäischen Länder und konnte die Staatsquote auf einen Rekordwert von unter 22 Prozent drücken. Chile verfügt über ein stabiles Bankensystem und über eine hohe Markttransparenz. In den vergangenen Jahren wurden fast durchgängig Haushaltsüberschüsse erzielt.
Im Jahr 2011 lag das Wirtschaftswachstum bei 6,3 Prozent, was die Prognosen der Experten von 3,9 Prozent bei weitem übertraf. Für das Jahr 2012 wird ein Wachstum von 4,75 Prozent vorhergesagt. Die Industrieproduktion konnte im vergangenen Jahr um 5,4 Prozent zulegen.
Das Land ist der größte Kupferexporteur der Welt und verfügt über beachtliche Vorkommen des immer wichtiger werdenden Lithiums, das für Hochleistungsakkus unentbehrlich ist, und über Molybdän, das in der Stahlhärtung eingesetzt wird. Auch die Landwirtschaft trägt zu den enormen Exporterfolgen bei.
Aktienmarkt in Chile: 14,8 Prozent jährliche Rendite Der chilenische Aktienmarkt ist einer der stabilsten in Lateinamerika. In den vergangenen zehn Jahren konnten Investoren eine jährliche Rendite von 14,8 Prozent erreichen. Anfang Februar 2012 überkreuzte der Leitindex IGPA Santiago de Chile, der 117 Aktiengesellschaften enthält, den Gleitenden Durchschnitt von 200 Tagen und löste damit ein erstes Einstiegssignal aus. Mitte Dezember 2011 hatte bereits das Überqueren der 100-Tage-Linie durch den Leitindex einen weiter anhaltenden Aufwärtstrend angekündigt.
ETFs auf Chile: Fast 19 Prozent Gewinn in einem halben Jahr Auf den chilenischen Aktienmarkt werden zwei Indexfonds angeboten: der db x-trackers MSCI Chile TRN Index ETF der Deutschen Bank
(ISIN: LU0592217797) und der CS ETF (IE) on MSCI Chile der Credit Suisse
(ISIN: IE00B5NLL897). Beide bilden mit Hilfe von Swaps den MSCI Chile ab, der 85 Prozent des Aktienmarktes abdeckt. Der MSCI Chile umfasst 19 Werte; Versorger sind mit einem Gewicht von 23,5 Prozent und Rohstoffunternehmen mit rund 21 Prozent vertreten.
Solange die unberechenbare Staatsschuldenkrise in der Eurozone für Verunsicherung sorgt, bietet Chile fernab dieses Krisenherdes Stabilität und Wachstum.
Viel Erfolg bei Ihren Investments
Ihr Dr. Dr. Gerald Pilz
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