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Kolumne09:40 10.06.16

Börsenexperte und Autor Nicolai Tietze

Hang Seng China Enterprises Index: Chinesische Aktien vor dem Comeback

An den chinesischen Aktienmärkten ging es zuletzt recht turbulent zu. Es stellt sich nun die Frage, ob die chinesische Regierung in der Lage sein wird, für die notwendige Beruhigung zu sorgen.

 

Mitte 2015 und zu Beginn dieses Jahres wurden die chinesischen Aktienmärkte von teilweise sehr heftigen Turbulenzen erfasst. Die Folge waren deutliche Kursverluste, nachdem die Pekinger Regierung zuvor den privaten Aktienbesitz gefördert und somit für eine wahre Euphorie unter Kleinanlegern gesorgt hatte. Ein wichtiger Grund für die chinesischen Börsenturbulenzen und die in diesem Zusammenhang stehenden negativen Reaktionen der weltweiten Aktienmärkte waren Sorgen, dass das Wachstum in der zweitgrößten Volkswirtschaft der Welt stark zurückgehen könnte. Dies ist umso gefährlicher, da gerade China in den vergangenen Jahren als Wachstumsmotor der gesamten Weltwirtschaft galt.

 

Mit dieser Blütezeit scheint es nun vorbei zu sein. Allerdings haben sich zuletzt auch nicht die schlimmsten Befürchtungen bewahrheitet. Laut Angaben der Pekinger Statistikbehörde wuchs das chinesische Bruttoinlandsprodukt (BIP) im ersten Quartal 2016 um 6,7 Prozent. Eine Wachstumsrate, von der viele andere Volkswirtschaften dieser Welt nur träumen können. Dieses Wirtschaftswachstum dürfte letztlich auch den chinesischen Unternehmen und ihren Aktienkursen zugutekommen. Besonders interessant könnte dabei der Bereich Konsumgüter sein. Schließlich soll der Konsum im Verhältnis zu dem zuletzt geförderten exportorientierten Wachstum gefördert werden. Aktien von Unternehmen wie Alibaba sind aufgrund ihrer Präsenz in New York auch für westliche Investoren leicht zu handeln. Bei anderen Titeln ist dies nicht immer ganz einfach.

 

Ein Weg führt über die so genannten H-Aktien. Dabei werden Papiere von Unternehmen vom chinesischen Festland an der Börse in Hongkong gehandelt. Der wichtigste Index für die H-Aktien ist der Hang Seng China Enterprises Index (HSCEI), während zum Beispiel im Hang Seng Index auch Unternehmen aus Hong Kong zu finden sind. Der HSCEI ist ein so genannter Preisindex, der Dividenden nicht berücksichtigt. Er bildet die Wertentwicklung der in der Regel 40 größten und liquidesten chinesischen Unternehmen ab, die an der Börse Hong Kong als "H-Shares" gelistet sind.

 

Während chinesische Aktien von der anhaltend positiven wirtschaftlichen Entwicklung im Land profitieren könnten, besteht gleichzeitig die Gefahr, dass Finanzmarktteilnehmer erneut mitansehen müssen, wie Börsenturbulenzen viel Wert vernichten. Schließlich bezahlt die chinesische Regierung einen hohen Preis dafür, dass es nicht die so genannte harte Landung der chinesischen Wirtschaft nach den vielen Jahren des Booms gibt. Es stellt sich aber die Frage, ob es sich lohnt, die Wirtschaft mit einer enormen Ausweitung der Schulden zu stützen. Dabei hat sich die Regierung ambitionierte Ziele gesetzt. Von 2010 bis 2020 soll eine Verdopplung des Pro-Kopf-Einkommens und des BIP erreicht werden. Auch deshalb soll die BIP-Wachstumsrate zwischen 2016 und 2020 bei mindestens 6,5 Prozent liegen. Sollten diese Ziele trotz hoher Schulden verfehlt werden, dürften dies zusätzlich schlechte Nachrichten für chinesische Aktien sein.

 

Spekulative Anleger, die jedoch steigende Notierungen beim Hang Seng China Enterprises Index (HSCEI) erwarten, könnten mit einem Wave Unlimited-Call der Deutschen Bank (WKN DL02S7) auf ein solches Szenario setzen. Der Hebel dieses Open-End-Papiers liegt derzeit bei 3,43, die Knock-Out-Schwelle bei 6.3331,2651 Indexpunkten. Wer aber als spekulativer Anleger eher short-orientiert ist und auf fallende HSCEI-Kurse setzen möchte, erhält mit einem Wave Unlimited-Put der Deutschen Bank (WKN DL02SN, aktueller Hebel 3,34; Knock-Out-Schwelle bei 11.552,5529 Indexpunkten) die Gelegenheit dazu.

 

Stand: 10.06.2016

 

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