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Kolumne08:52 28.06.12

Börsenexperte und Autor Thomas Müller

In der Kreditblase darf es nur um Sachwerte gehen

Guten Tag, liebe Leserinnen und Leser,

welche Schlagzeilen gerade die europäischen Südländer produzieren, ist eigentlich irrelevant. Denn es geht um ein systemisches Risiko, dessen Konsequenzen unausweichlich sind und dem Sie nur mit Sachwerte-Investments begegnen können. Sie erinnern sich:

In den 80er- und 90er-Jahren waren in den Mittelmeerländern Kreditzinsen im zweistelligen Bereich gang und gäbe, bevor die Euro-Einführung die Zinssätze europaweit auf das (in Jahrzehnten erarbeitete) deutlich niedrigere deutsche Niveau fallen ließ. Dies bescherte den Südeuropäern einen niemals zuvor gesehenen konsum- und kreditfinanzierten Immobilienboom, der zur dementsprechend gewaltigen Fehlallokation von Kapital führte. Die Konsequenz aus diesem Exzess sind heute niemals wieder realisierbare Hypothekenforderungen und damit marode Bankbilanzen (vor allem in den Südländern, allen voran bei spanischen Banken). Von der EZB-Geldschwemme profitieren daher nicht Sie oder ich, sondern ganz primär die wackeligen Geschäftsbanken, deren Konkurs somit hinausgezögert wird.

Durch das Ausschalten der Marktwirtschaft werden die Probleme mit ihrer Ursache bekämpft und das nicht nur in Europa, sondern weltweit. Für Politiker und Notenbanker ist die Fortsetzung des Schuldenwegs anscheinend alternativlos, was immer höhere Summen erfordern wird, automatisch zur beständigen Geldwertverschlechterung (also Inflation) führt und letztlich nur im Währungsbankrott enden kann. Folglich:

Wir befinden uns inmitten der größten Kredit- und damit Anleihenblase der Wirtschaftsgeschichte, weshalb Sie die Position des Gläubigers vermeiden und Eigentümer sein müssen. Denn die Werthaltigkeit aller Rückzahlungsversprechungen – Anleihen, Lebensversicherungen usw. – basiert beim Schuldner auf der Fähigkeit sowie dem Willen zur Rückzahlung (siehe Griechenland). Vor allem wissen Sie nicht, welchen „Wert“ das Geld hat, das Sie bei Tilgung zum Nominalwert zurückbekommen. Also:

Aktien und Edelmetalle – also Eigentum – bleiben erste Wahl, wobei die aktuelle Technik gar nicht so schlecht ist, wie die desaströse Stimmung vermuten lässt. So war schon lange nichts mehr von der Super-Hausse im Gold zu lesen, obwohl der Goldpreis in Euro lediglich 6% unter seinen All-Time-Highs notiert. Die Aktienbörsen befinden sich weiter im zyklisch völlig typischen Korrekturmodus, wobei es aufhorchen lässt, wie der Dow Jones die runde Marke von 12.000 Punkten erfolgreich verteidigen und schon wieder 5% Sicherheitsabstand aufbauen konnte, während sich der Dax allen Katastrophen-Schlagzeilen zum Trotz oberhalb von 6000 Zählern hält. Demnach:

Wir haben jetzt erstmals die Chance, dass die Jahrestiefs hinter uns liegen könnten. Und falls die Unterstützungen in den großen Indizes noch einmal durchbrochen werden, dürfte nach unten nicht mehr allzu viel möglich sein. Behalten wir also den Champions-Oszillator im Auge.

Mit bester Empfehlung
Ihr

Thomas Müller
Herausgeber
boerse.de-Aktienbrief


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