Guten Tag, liebe Leserinnen und Leser,
Todeskreuz und Goldkreuz
Bereits der Name verbreitet Angst und Schrecken: „Todeskreuz!“
Wann immer dieses aus zwei Gleitenden Durchschnitten konstruierte Baissesignal durch die Medien geistert, erregt es die Gemüter. Das Signal „erscheint“ stets dann im Chart, wenn die 50-Tage-Durchschnittslinie den Kursdurchschnitt der vergangenen 200 Tage von oben nach unten schneidet. Das gegensätzliche Muster führt zum sogenannten „Goldkreuz“ und soll eine Haussephase ankündigen.
Abb. 3.5 Death Cross + Golden Cross

Im
Proficharttool von boerse.de haben Sie die Möglichkeit Gleitende Durchschnitte frei wählbarer Zeiträume direkt im Kursverlauf einzeichnen zu lassen.
Auch wenn die Aufregung um Death Cross und Golden Cross für mich nur bedingt nachvollziehbar ist - richtig angewandt, können Durchschnitte durchaus brauchbare Werkzeuge sein, um Trends aufzuspüren. Anleger, die seit der Jahrtausendwende dem Aktienmarkt beim Auftauchen der Todeskreuze den Rücken zukehrten, blieben von den beiden größten Einbrüchen der vergangenen 12 Jahre weitestgehend verschont. Sowohl das Platzen der Dotcom-Blase im Jahre 2000, als auch die Finanzkrise 2008 wurden von Todeskreuzen flankiert. Als die Finanzkrise im September 2008 mit der Pleite der Investmentbank Lehman Brothers ihren Höhepunkt erreichte, hatten alle wichtigen Aktienindizes der Welt längst in den Baissemodus umgeschaltet. Denn sowohl für den DAX als auch für Dow Jones, Nasdaq, S&P 500, EURO STOXX 50, Nikkei etc. konnten bereits im Januar zuvor Todeskreuze ausfindig gemacht werden.
Abb. 3.6 Dow Jones (2006-2010) vor, während und „nach“ der Finanzkrise