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Kolumne17:10 24.03.16

Börsenexperte und Autor Christian Lukas

Ist kurzfristiges Trading bald alternativlos?

Guten Tag, liebe Leserinnen und Leser,

es gibt an der Börse über einen längeren Zeitraum nur zwei erfolgreiche Börsianertypen. Die einen sind langfristig orientiert (Investoren) und die anderen kurzfristig (Day- und Swingtrader). Alles, was zeitlich dazwischen liegt, verzettelt sich früher oder später. Versucht man zwischen den beiden Börsianertypen zu wechseln, ist das Scheitern vorprogrammiert. Die Ursache liegt in der unterschiedlichen Mentalität. Der eine ist ein Spielertyp mit Drang zum Handeln, der andere ist ruhig und handelt nur, wenn er mehrfach darüber nachgedacht hat. Beide Mentalitäten kann man mit Kompetenz nicht vereinen.

„Harakiri-Leitzinsen“ produzieren Crashs

Nach der jüngsten Zinsentscheidung der EZB bin ich mir nicht mehr so sicher, ob der langfristige Investor nicht auch zu den Verlierern zählen wird. Der Versuch der EZB eine Inflation zu erzwingen, ist ein Paradebeispiel für Planwirtschaft. Seit Jahren zeigen die Maßnahmen keine Wirkung, weil sich die EU-Staaten nicht zu Reformen durchringen können. Mit der Herabsetzung des Leitzinses auf null Prozent, werden Investoren gezwungen, ihre Anlagen in riskante Produkte zu verstärken. Einfach weil es keinen risikoarmen Zinsertrag mehr gibt. Damit ist die Gefahr einer Blasenbildung nicht mehr kontrollierbar. Die ersten Anzeichen gibt es bereits mit überzogenen Immobilienpreisen.Im Allgemeinen gelten Aktien noch nicht als überteuert. Zu sicher darf man sich auch nicht fühlen, weil eine schwache Weltwirtschaft zu Gewinneinbrüchen der Unternehmen führen können.

Dem Investor fehlt die Handlungsschnelligkeit

Sprunghafte Gewinneinbrüche sind eine Katastrophe für den langfristigen Investor. Investoren müssen per Definition langfristig denken, und deshalb sind sie vermutlich die Prügelknaben von morgen. Man kann ihnen das noch nicht einmal zum Vorwurf machen, denn niemand weiß, wann eine Aktienblase wirklich überdehnt ist. Beim Platzen einer Blase lässt sich das Risiko nicht mehr managen, weil unkontrolliert alle Aktien in die Tiefe gerissen werden.

Der DAX-Hebel-Trader ist eine Lösung

Die einzige Lösung, die mir zu dieser Problematik einfällt, ist das kurzfristige Trading. Als Trader sucht man attraktive Chancen, steigt in den Markt ein, und schließt die Position kurze Zeit später. Unter Börsianern gilt Day- und Swingtrading als risikoreicher, doch um das Platzen einer Aktienblase zu überleben, ist kurzfristiges Trading ideal.
Viel Erfolg wünscht Ihnen,

Christian Lukas
Chefredakteur
Dax-Hebel-Trader


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Performance Dax-Aktien 3. Quartal 2016

Platz: 30
Unternehmen: E.ON
Von 9,10 auf 6,30 Euro
Performance: -30,77%

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