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Kolumne17:53 06.03.13

Börsenexperte und Autor Thomas Müller

Kaufkrafterhalt + Kursgewinne durch den Dividendenturbo

Guten Tag, liebe Leserinnen und Leser,

nachdem nun auch die Bank of Japan den Märkten „unbegrenzte Mittel“ an neuer Liquidität zuführen möchte, macht vermehrt das Schlagwort „Währungskrieg“, die Runde. Doch lassen Sie sich nicht verunsichern:

Entscheidend bleibt, dass die ungehemmte Geldschöpfung aus dem Nichts zur politisch gewollten Geldentwertung führt. Gewinner sind die Staaten als Schuldner, Verlierer sind die Gläubiger und damit alle Besitzer von Geldvermögen (Anleihen, Lebensversicherungen). Anleger in Sachwerten können im Minimum zumindest ihre Kaufkraft erhalten, da der Wert nicht beliebig vermehrbarer Güter mit der Geldmengenausweitung steigt. Doch:

Mangels Anlagealternativen und aufgrund der im Vergleich herausragend günstigen Bewertungskennziffern dürften an den Aktienmärkten die mit Abstand höchsten Gewinne erzielt werden. Beispiel Dax:

Als der Deutsche Leitindex im März 2000 erstmals die Grenze von 8000 Punkten antippte, lag das Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) oberhalb von 30, heute aber nur bei rund 10. Weil sich seitdem die Unternehmensgewinne verdreifacht haben, ist die Dax-Bewertung um zwei Drittel zusammengeschmolzen. Dabei rentierten zehnjährige Bundesanleihen vor 13 Jahren mit 6,5%, sodass sich ein Renten-KGV von 15 errechnete. Heute liegt die Rendite bei nur noch 1,5%, was einem Renten-KGV von 66 entspricht. Sie sehen:

Anleihen sind heute massiv überbewertet, während Aktienkurse nur „optisch“ oben sind, bewertungstechnisch aber noch immer unten. Stellen Sie sich darauf ein, dass sich die Verhältnisse wieder angleichen werden (also eine Rückkehr zu den Mittelwerten stattfindet) und damit ein neuer langfristiger „Trend“ geboren wird. Dann kommt es zu Milliardenumschichtungen aus den Anleihe- in die Aktienmärkte, wobei die institutionellen Kapitalsammelstellen – genauso wie wir – in höchste Aktienqualität investieren werden. Zumal:

Selbst wenn die Kurse für ein paar Jahre eingefroren werden würden, eröffnen Top-Aktien dank der Dividendenausschüttungen noch immer die lukrativste Anlagemöglichkeit. Bei langfristiger Betrachtung sind die aktuellen Dividendenrenditen eigentlich sogar Nebensache, denn erfolgreiche Unternehmen heben ihre Ausschüttungen kontinuierlich an. Die grundsolide Nestlé-Aktie kommt heute z.B. auf eine Dividendenrendite von 3%, wobei die Ausschüttungen schon seit 15 Jahren im Mittel um 12% p.a. angehoben werden. Von unseren deutschen Champions erhöhen Fuchs Petrolub, Fresenius und Fresenius Medical Care nun seit einem Jahrzehnt alljährlich ihre Dividenden, Fielmann und BayWa in neun und Linde in acht der vergangenen zehn Jahre.

Steigt eine Dividende jährlich um 12% an, werden aus heute 3% in einem Jahrzehnt aber 10% Rendite, während der heutige Käufer einer Bundesanleihe auch dann noch mit 1,5% abgespeist wird. Und Kursgewinne erhalten Aktionäre oben drauf, denn bei einer gleichbleibenden Dividendenrendite von 3% würde sich der Aktienkurs in zehn Jahren verdreifachen. Das ist der Dividendenturbo ...

Mit bester Empfehlung
Ihr

Thomas Müller
Herausgeber
boerse.de-Aktienbrief


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