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MDax10.237,000,47%Nasdaq2.531,35-0,61%Rohöl (WTI)90,81-0,19%
TecDax752,000,33%EuroStoxx2.160,700,19%Gold1.561,800,10%

Kolumne09:37 25.10.11

Börsenexperte, Experte und Author Gerhard Mahler
Kollege Computer handelt mit

Guten Tag, liebe Leserinnen und Leser,

gleich zu Beginn die provozierende Frage: Wohin werden die Computer die Kurse an den Börsen schieben? Überraschungen abwärts wie aufwärts sind jederzeit drin, wie wir dies seit Monaten eindrucksvoll vorgeführt bekommen. Auch die Aktien-Rallye am Freitag und der feste Auftakt diese Woche gehören zumindest teilweise in dieses Kapitel. Denn wenn die Maschinen einmal eine lohnende Tagestendenz entdeckt haben, wird diese so komplett wie möglich ausgereizt. Aber wenn die Software anhand neuer Signale andere Befehle gibt, dann erfolgt der Trendwechsel blitzschnell. Deshalb gilt es, ständig auf der Hut zu sein. Momentan wissen die Maschinen nicht recht, welchen Kurs sie fahren sollen. Und vor allem nicht, wie lange es lohnt, einem Trend treu zu bleiben. Prognosen sind von den Maschinen keine zu erwarten. Insbesondere wissen sie nicht, welche Entscheidungen in den Gehirnen der Politiker in Sachen Finanzkrise bis diesen Mittwoch heranreifen oder was die Berichtssaison bringt. Auch deshalb ist die Vorhersage schwierig, ob die Börsenwoche fest oder schwach verläuft. Jedenfalls ist der Einfluss des computergesteuerten Handels gewaltig. Der Hochfrequenzhandel erteilt im Millisekundentakt Kauf- und Verkaufträge. Er trage zur Liquidität und Preisbildung bei, erklärte Deutsche-Bank-Chef Ackermann unlängst. Aber die riesigen Tagesschwankungen gehen auch auf dieses Konto. Und es gebe Hinweise, dass dieser Handel in schwierigen Marktphasen die Probleme vergrößere.

Prognosen sind zurzeit ein besonders komplexes Geschäft, gerade wegen des Rahmens der Schuldenproblematik mit Griechenland im Mittelpunkt. Bei dieser Gelegenheit fällt mir ein: Die alten Griechen erfragten Nachrichten aus der Zukunft bei Pythia, jener Priesterin im Orakel zu Delphi. Doch was die Dame auch zum besten gab – stets ließ es mehrere Deutungen zu. Hätte sich ein Börsianer von heute am Orakelberg damals Rat geholt, wäre ihm womöglich gesagt worden: Wir werden noch ganz andere Kurse sehen! Womit wir beim Thema wären: Der Kurzfrist-Trader (KFT) handelt nicht Programm gesteuert. Sondern wir werten mehrmals am Tag die wichtigsten Indikatoren inklusive der Datenlage aus und machen uns ein Bild
davon – wobei wir die Eigenwilligkeiten des Computerhandels einzukalkulieren versuchen. Per saldo ist uns dies bisher geglückt. In diesem Jahr beträgt die KFT-Gewinnsumme bislang 460%.

Viel Erfolg mit ihren Investments

Gerhard Mahler


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Mahler 's Kurzfrist-Trading-Bilanz

 TrefferquotePerformance
Seit 2007 72% 2158%

Börse aktuell

Wert Aktuell %
DAX 6.317,00 0,15
MDAX 10.231,52 0,03
TecDAX 755,00 0,39
EURO STOXX 50 2.156,70 0,00
Dow Jones Industrial 12.529,75 -0,09
Nasdaq 100 2.538,50 0,28
Gold 1.561,60 0,08
Silber 28,27 0,24
Rohöl (WTI) 90,65 -0,37
Euro/Dollar 1,2560 0,23
Bund-Future 143,86 -0,09