Dax 10719.0 0.32%
MDax 20810.0 0.33%
TecDax 1697.0 -0.41%
BCDI 129.06 0.49%
Dow Jones 19236.0 0.04%
Nasdaq 4790.67 0.3%
EuroStoxx 3078.5 0.57%
Bund-Future 160.33 -0.07%

Kolumne16:56 02.05.16

Börsenexperte und Autor Hermann Kutzer

Konjunktur und Börse – Anleger von weiterem Aufschwung nicht überzeugt

Guten Tag, liebe Leserinnen und Leser,

würde ich eine Strichliste mit der simplen Erfassung von positiven und negativen Börsenvorschauen der Analysten und Volkswirte führen, dann käme seit ein paar Tagen ein klares Übergewicht für die Aktienoptimisten heraus. Selbst solche Strategen, die keine feste Meinung für das zweite Quartal äußern, empfehlen den Anlegern nicht auszusteigen. Übrigens habe ich für das „Sell in may“ keine Befürworter gefunden (ich selbst bin auch keiner). Sollte man trotzdem vorsichtiger werden? 

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Dax & Co. stoßen an Widerstände. Und die letzte Korrektur hat unseren Leitindex wieder bedrohlich dicht an die 10.000er Marke herangeführt (obwohl er sich am Freitag nachbörslich leicht erholen konnte). Eine besonders prickelnde Woche war es wieder nicht – hier haben sich Propheten erneut geirrt. Das mag sich noch einige Zeit fortsetzen, bis sich das Börsenumfeld nachhaltig aufhellt. Zu unsicher sind bislang noch immer die volkswirtschaftlichen Indikatoren in allen Regionen, zu uneinheitlich sind aktuelle Geschäfts- und Ertragsentwicklungen  nach Branchen und Unternehmen. Und das Chartbild ist nicht gerade ermutigend. 

Deshalb teile ich die kurzfristige Analysteneinschätzung, dass Konjunkturdaten, Berichtssaison und Technik insgesamt für eine weitere Woche ohne klare Richtungsangabe sprechen, in der nur eines festzustehen scheint: Rendite suchende Liquidität ist in Hülle und Fülle da. Mittlerweile haben 8 Billionen Euro an ausstehenden Staatsanleihen weltweit eine negative Rendite! Allein in der Eurozone ist das für 45% der Staatsanleihen der Fall, merkt Allianz Global Investors dazu an. 

Vergessen wir auch nicht, dass Aktien in den vergangenen Monaten deutlich zulegen und damit einen Großteil der zu Jahresbeginn erlittenen Verluste wieder ausgleichen konnten. Doch ist die Stimmung unter den Anlegern nach wie vor eher verhalten. Die Gründe für die gegenwärtige Zurückhaltung sehe ich, wie erwähnt, in den zum Teil gegensätzlichen wirtschaftlichen wie politischen Faktoren, so dass der Blick nach vorn erschwert wird. Allein das „Brexit-Thema kann (kann!) im laufenden Quartal noch starken bärischen Einfluss ausüben. Stimmungsäußerungen und Anlageverhalten gehen auseinander – irgendwie seltsam und irritierend. 

Laut der monatlichen Umfrage der DAB Bank rechnen 45 Prozent der teilnehmenden Vermögensverwalter für die kommenden vier Wochen mit steigenden und nur 18 Prozent mit fallenden Aktienkursen. 37 Prozent gehen von einer stabilen Entwicklung aus. Aktuell halten jeweils 45 Prozent der Vermögensverwalter deutsche Aktien für unterbewertet beziehungsweise für fair bewertet. Nur für 10 Prozent sind sie überbewertet. 

Dazu passt die Helaba-Analyse, die mich am Freitag erreicht hat. Und ich zitiere sie schon deshalb besonders gern, weil die Frankfurter Landesbanker 2015 überdurchschnittlich skeptisch waren und frühzeitig ahnten, dass es ein sehr schwieriges Jahr werden würde. Nun heißt es: In diesem Jahr stellt sich die Situation dagegen völlig anders dar. Aktien sind trotz der Erholung der vergangenen Monate noch immer moderat bewertet. Gegenüber Renten sind sie sogar ausgesprochenpreiswert. Zudem sind die Anleger weiterhin eher zurückhaltend positioniert. Von einer Überhitzung sind Aktien also weit entfernt. Angesichts der Erholungsanzeichen bei wichtigen konjunkturellen Frühindikatoren dürften sich zudem die Gewinnperspektiven im weiteren Jahresverlauf wieder verbessern. Es besteht derzeit somit kein Grund, sich von Aktien zu verabschieden.

Indexvergleich: Warum der BCDI überragend ist

Gerne weise ich abschließend darauf hin, dass es einen aktualisierten Sonderreport „Der große Indexvergleich“ gibt, den Sie jetzt kostenlos beim TM Börsenverlag anfordern können, geschätzte Leser. Hierbei werden dem BCDI die Entwicklung von 26 Länder-Indizes, internationalen Indizes und Strategie-Indizes gegenübergestellt. Die Ergebnisse aus dem Vergleich mit den neun bekanntesten Indizes hier bereits zusammengefasst: Mit Performances von 35,3% seit Börseneinführung und 834,7% seit Beginn der Rückrechnung schlägt der BCDI alle wichtigen Vergleichsindizes deutlich.  Zur Bewertung des Risikos wurden neben den extremen Verlustphasen auch die durchschnittlichen sowie die größten Verluste auf Monatssicht und über zwölf Monate erfasst. Alle Kennzahlen weisen den BCDI als den sichersten Aktienindex aus. Und das darauf basierende BCDI-Zertifikat (WKN: DT0BAC) kann über jeder Bank, Sparkasse oder Online-Broker gekauft werden.

Machen Sie also weiter mit – und machen Sie’s gut!
Ihr

Hermann Kutzer
Chefredakteur
Kutzers Bauchgefühl

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Performance Dax-Aktien 3. Quartal 2016

Platz: 30
Unternehmen: E.ON
Von 9,10 auf 6,30 Euro
Performance: -30,77%

Tipp: Alles zu den langfristig sichersten und erfolgreichsten Aktien der Welt erfahren Sie im kostenlosen Newsletter „Aktien-Ausblick“, den Sie hier gerne anfordern können...
Champions-Timing - der richtigen Zeitpunkt ist entscheidend
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Unsere Einstiegs-Strategie: Nicht jeder Tag ist Kauftag. Die Gewinn-Chancen der Champions aus dem boerse.de-Aktienbrief lassen sich durch die Wahl des richtigen Einstiegszeitpunkts nochmals erheblich verbessern. Dafür bedarf es keinen hellseherischen Fähigkeiten, sondern es gilt, Kauf- und Nachkaufsignale mit Ruhe und Disziplin zu beachten.