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Kolumne13:20 17.06.16

Börsenexperte und Autor Rudolf Wittmer

Langfristig denken – kurzfristig handeln

Guten Tag, liebe Leserinnen und Leser,

wieder einmal hat der deutsche Leitindex Dax die Anleger an der Nase herumgeführt. Denn zum wiederholten Mal in diesem Jahr ist ein Ausbruchsversuch über die inzwischen schon als legendär zu bezeichnende 10.000-Punkte-Marke misslungen. Dabei waren die Voraussetzungen beim jüngsten Anlauf sehr günstig. Rückblick:

Am 26. Mai übersprang der Dax mit einer Notierungslücke von mehr als 100 Punkten die 200-Tage-Linie und bestätigte damit den Ausbruch über die 10.000-Punkte-Marke, die bereits amTag zuvor erfolgt war. Rasch ging es weiter bis knapp an 10.400 Punkte heran. Doch dort war bereits wieder das Ende der Fahnenstange erreicht. Mit dem erneuten Sturz am vergangenen Freitag unter 10.000 Punkte geht der Dax vorerst als Verlierer vom Platz. Für Trendfolger ist damit zunächst einmal die Story auf der Long-Seite zu Ende. Dennoch:

Kleinere Rückschläge an den Märkten und auch im eigenen Depot sollte uns trendfolgenden Tradern nicht den Blick auf die langfristigen Entwicklungen vernebeln. Ausgewogene und gut diversifizierteTrendfolge-Depots erwirtschaften ihre Gewinne mit etwa 100 bis 200 Trades im Jahr. Aus der Erfahrung wissen wir, dass der größte Teil der Gewinne nur mit wenigen – dafür aber umso spektakuläreren –Trades erwirtschaftet wird. Der Preis, den wir bezahlen müssen, um an diese großen Gewinne zu kommen, sind viele kleinere Verlust-Trades. Deshalb:

Langfristiger Erfolg erfordert kurzfristige Entscheidungen

Lassen Sie sich von den kurzfristigen Schwankungen an den Märkten und in Ihrem Depot nicht verunsichern. Insbesondere in schwankungsintensiven Seitwärtsphasen ist es immer wieder notwenig, Positionen mit einem kleinen Verlust zu schliessen. Dies erfordert dann kurzfristige, an die aktuelle Situation angepasste Entscheidungen. Gefährlich wäre es nur, wenn wir als Trendfolge schlauer sein wollten als der Markt und versuchen würden, Verlustpositionen langfristig auszusitzen. Deshalb:

Halten Sie diszipliniert an Ihrer Strategie fest, dann ist Ihnen der Erfolg langfristig sicher. Hierzu zählt auch, dass Sie Ihre Positionsgröße für jede einzelne Position so wählen, dass Sie bei ungünstigem Kursverlauf maximal 1% bis 2% Ihres Kapitals verlieren können. Dem stehen dann immer wieder Gewinne im zwei- oder sogar dreistelligen Prozentbereich gegenüber. Aktuelle Beispiele sehen Sie in unserer Empfehlungsliste. Dort sehen Sie mehrere kleinere Verlustpositionen und wenige, dafür aber umso größere Gewinne. Genau hieran erkennen Sie langfristig erfolgreiche Trendfolge-Depots!

Viel Erfolg beim Trading

Rudolf Wittmer
Chefredakteur
Trendbrief


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Performance Dax-Aktien 3. Quartal 2016

Platz: 30
Unternehmen: E.ON
Von 9,10 auf 6,30 Euro
Performance: -30,77%

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