Kolumne17:02 09.08.12
Lieber "hacken" als Deutsch lernen
Guten Tag, liebe Leserinnen und Leser,
wer mochte schon den Deutschunterricht? Mein Interesse an diesem Fach hielt sich zumindest in sehr engen Grenzen. Eine Umfrage unter Professoren deutscher Unis förderte in diesen Tagen allerdings Erschreckendes zutage. Denn immer mehr Studenten scheinen mittlerweile schon mit den einfachsten Rechtschreibregeln und den Grundlagen der Satzbaulehre erhebliche Probleme zu haben. Offenbar ist die Generation Facebook nicht mal mehr in der Lage, selbstständig längere Sätze zu formulieren. Eigentlich kein Wunder, wenn heute per SMS, WhatsApp oder Internet praktisch nur noch mittels Abkürzungen kommuniziert wird.
Dafür ist uns die Jugend natürlich beim Thema Internet weit voraus, leider aber auch im negativen Sinne. So soll laut Recherchen der Computer Bild ein Großteil der Online-Straftaten wie bspw. Kreditkartenbetrug oder das Betreiben von Spam-Netzwerken mittlerweile von Kinderzimmern aus begangen werden. Eher untypisch ist da wiederum eine Mutter aus den USA, die in dortigen Medien als „Hacker Mom“ zweifelhafte Bekanntheit erlangte. Die ehemalige Sekretärin der Schulbehörde verschaffte sich mithilfe von Passwörtern der Kollegen und Vorgesetzten Zugang zu den Computersystemen an den Schulen ihrer Kinder, um deren Noten zu frisieren. Um welche Fächer es dabei ging, ist leider nicht bekannt. Vielleicht wollte die Mutter ja nur die schlechten Sprachkenntnisse ihrer Sprösslinge vertuschen ...
Ihr
Mr. Champion
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