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Kolumne17:43 15.02.16

Börsenexperte und Autor Volker Meinel

LinkedIn: Phantasie ist weg

Auch wenn das Thema „soziale Netzwerke“ allgegenwärtig ist - an den Börsen gibt es dazu lediglich eine Handvoll von Aktien. Die prominenteste ist natürlich Facebook, aber dieses Netzwerk hat - auch - unter Analysten den Ruf, vor allem ein Tool für die Freizeit zu sein.
 

Anders ist es bei LinkedIn: Dieses gilt in einer Kombination von Facebook und Salesforce.com als Werkzeug für Profis aus den Bereichen HR, Verkauf und Marketing - und damit in einer globalen, vernetzten Welt eigentlich als unverzichtbare lang laufende Wachstumsstory.
 

Diese Story hat jetzt einen starke Dämpfer erhalten: Anfang Februar halbierte sich der Aktienpreis schlank, nachdem die Firma zwar leicht über den Erwartungen liegende Zahlen verbreitet hatte. Aber der Ausblick wurde so düster formuliert, dass Anleger und Analysten in Scharen davon liefen und die Aktie, die jetzt 60 Prozent unter dem Stand von Ende November notiert, in einen freien Fall übergegangen war.
 

LinkedIn hatte zwar bereits zuvor schwächere Ausblicke verbreitet, so beispielsweise im vergangenen Sommer nach dem zweiten Quartal, was den Aktienkurs damals auch unter Druck gebracht hatte. Aber inzwischen beobachtet man an der Wall Street das Treiben der Technologiefirmen etwas skeptischer - und darunter leiden natürlich alle hoch bewerteten Firmen.
 

Bei LinkedIn kommt noch dazu, dass man jetzt mehr in neue Produkte und Angebote investieren muss - und das ausgerechnet zu einem Zeitpunkt, wo sich das Wachstum etwas abschwächt und sich andere viel versprechende Produkte wie der „Sales Accelerator“, mit dem sich neue Kunden gewinnen ließen, abgestellt wurden, weil die LinkedIn-Kunden es nicht schätzten. Analysten hatten sich allerdings sehr viel und vor allem Millionenumsätze von diesem Tool versprochen. 
 

Überall werden jetzt die Modelle überprüft und die Prognosen reduziert. Das fundamentale Geschäftsmodell von LinkedIn ist weiterhin intakt, der Umsatz soll weiterhin zweistellig wachsen. Allerdings schreibt man weiterhin rote Zahlen. Die größte Wachstumsphantasie erst einmal weg. Mit MINI Short Produkten von BNP Paribas können Trader an weiter fallenden Kursen partizipieren.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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