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Kolumne17:33 23.01.12

Börsenexperte, Experte und Author Katja Zacharias
Liquiditätsmanagement: Als Privatanleger unabhängig bleiben
Guten Tag, liebe Leserinnen und Leser,

die Biografien meiner Mutter, die heute ihren Geburtstag feiert und von Warren Buffett, dem weltweit besten Investor sind sicherlich so unterschiedlich wie Tag und Nacht. Eine große Gemeinsamkeit lässt sich jedoch finden: beide sind große Meister im Liquiditätsmanagement. Das ist übrigens genau die Eigenschaft, deren Fehlen Menschen dazu zwingt, sich in australischen Camps demütigen lassen.

Meine Mutter scheut nämlich Schulden wie der Teufel das Weihwasser und ist jederzeit darauf vorbereitet, Reparaturen an ihrem über 100 Jahre altem Haus durchführen und bezahlen zu können. Daneben sorgt sie mit regelmäßigen Investitionen in die Instandhaltung dafür, dass außerplanmäßige Schadensfälle im Rahmen bleiben. Trotzdem genießt meine Mutter das Leben und lässt auch ihre Kinder, Enkel und Urenkel gern an den Überschüssen in Form von Geschenken teilhaben. Sie ist eine wirklich freie und unabhängige Frau.

Auch Warren Buffett ist stets vorbereitet. Für Berkshire Hathaway hat der Superinvestor gern mindestens 20 Milliarden Dollar Bargeld zur freien Verfügung. Daher konnte und kann Buffett immer dann komfortable Deals aushandeln, wenn anderen Unternehmen die Barmittel ausgehen. Schulden macht der Milliardär nur im seltensten Fall. Um schnell wieder auf ein gewünschtes Cashpolster zu kommen, werden auch Aktien von erstklassigen Unternehmen verkauft. Sicherheit geht stets vor Rendite!

Ein vernünftiges Liquiditätsmanagement schafft also Freiheit und Unabhängigkeit - im kleinen wie im großen Rahmen. Und obwohl es wie eine Binsenweisheit klingt, möchte ich Sie an dieser Stelle noch einmal herzlich darum bitten, als Privatanleger stets nur Mittel zu investieren, die Ihnen über einen längeren Zeitraum zur Verfügung stehen. Ansonsten besteht die Gefahr, sich zwar nicht zum Dschungeldepp, aber zum Sklaven des Marktes machen zu müssen. Diese Grundsatzentscheidung steht also immer an erster Stelle!

Im zweiten Schritt gilt es, die jeweilige Investitionsquote den aktuellen Gegebenheiten an der Börse anzupassen. Der Aktienbrief bietet hier ein ausgezeichnetes Werkzeug zur Optimierung an: den Championsoszillator. Daran kann immer abgelesen werden, wann der Einsatz hoch sein kann und wann es besser ist, das Pulver trocken zu halten. Das verschafft Ihnen die Freiheit eines Buffett, hervorragende Investitionschancen jederzeit nutzen zu können und die Unabhängigkeit meiner Mutter im Alter!

Mit bester Empfehlung
Ihre

Katja Zacharias

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