Kolumne16:56 24.10.11
Made in Germany spricht für Qualität, auch bei der Aktienanlage!
Guten Tag, liebe Leserinnen und Leser,
die realen Temperaturen sind in der letzten Woche deutlich gefallen und auch die Stimmung innerhalb heimischer Unternehmen hat sich abgekühlt. Bereits den vierten Monat in Folge ist der Ifo-Geschäftsklimaindex gesunken und liegt nun bei 106,4 Punkten. Zur Berechnung des bedeutendsten Frühindikators der deutschen Wirtschaft werden monatlich rund 7000 Firmen aus Industrie, Einzel- und Großhandel sowie Bauwirtschaft befragt. Die Unternehmer lagen in der Vergangenheit mit ihrer Einschätzung oft richtig. Steht daher den inländischen Firmen ein harter Winter bevor?
Dies kann klar verneint werden. Allgemein ist ein Wert von über 100 Punkten wenig kritisch. Zum Vergleich: im Krisenjahr 2008 sackte der Geschäftsklima-Index unter die 85-Zähler-Marke! Zudem schlägt sich die deutsche Wirtschaft in Relation zu den Turbulenzen hinsichtlich drohender Staatspleiten noch ausgesprochen gut. Die Firmen aus dem verarbeitenden Gewerbe sind bezüglich der Geschäftsentwicklung sogar etwas weniger skeptisch als im September, die Exporterwartung hat sich leicht erhöht, das Personal soll aufgestockt werden. Auf den zweiten Blick ist also das deutsche Geschäftsklima noch weit vom ökonomischen Bodenfrost entfernt.
Zu diesem Ergebnis kommt auch die Performance-Analyse, deren Ergebnisse im boerse.de-Aktienbrief veröffentlicht werden. Von den aus Aktionärssicht 100 besten und sichersten Firmen weltweit stammt nach wie vor rund ein Fünftel aus der BRD. Dazu gehört zum Beispiel der Schmierstoffhersteller Fuchs Petrolub, der seinen Anteilseignern in den vergangenen zehn Jahren trotz des Auf- und Abs an den Börsen 28 Prozent Rendite p.a. einbrachte. „Made in Germany“ bleibt weiterhin ein Gütesigel, auch für Anleger!
Mit bester Empfehlung
Ihre
Katja Zacharias
(Value-Analystin für den boerse.de-Aktienbrief)