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Kolumne10:17 28.06.16

Börsenexperte und Autor Volker Meinel

Microsoft – klappt es jetzt?

LinkedIn-Aktionäre hatten eine gute Woche: Ihre Aktien sprangen zu Beginn der vergangenen Woche abrupt von 130 auf über 190 US-Dollar. Microsoft, der größte Softwarekonzern der Welt, machte ein Kaufangebot: 196 Dollar pro Aktie bzw. 26,2 Milliarden Dollar für das Netzwerk, über das sich Angestellte, Selbständige und zunehmend auch Stellensuchende auf beruflicher Ebene vernetzen.
 

Für die LinkedIn-Aktionäre (und Long-Produkte-Halter) ist die Sache gelaufen: Ihre Aktien stehen etwa wieder dort, wo sie sich noch im Januar befunden hatten. Dazwischen hatte es nach enttäuschenden Zahlen einen bösen Absturz gegeben - die Zahlen und der Ausblick von LinkedIn waren sehr enttäuschend ausgefallen.
 

Umgekehrt präsentiert sich die Situation für Microsoft: Die Aktie, die nur wenig unter einem 12-Jahres-Hoch steht, knickte nach der Kaufankündigung erst mal von über 51 auf 49 Dollar ab.
 

Skeptiker verweisen auf die gemischte Bilanz der Erfolge von Akquisitionen bei Microsoft: Der Kauf des finnischen Handyherstellers Nokia hatte einen rekordhohen Milliardenabschreiber nach sich gezogen. Auch die Käufe von Skype und Yammer, welche neue Geschäftsbereiche erschließen sollten, hatten kaum etwas gebracht. 
 

Allerdings geht es jetzt um eine größere Dimension: Microsoft begibt sich, wie auch Google, Apple und Amazon, zunehmend auf das Gebiet des Maschinen-Lernens, bei dem Computer immer größere und komplexere Datenmengen selbständig nach relevanten Mustern durchsuchen. LinkedIn bringt einen solchen Datenschatz: Ihre über 105 Millionen aktive Nutzer, die sich mindestens einmal im Monat auf die Plattform begeben, lassen viele Rückschlüsse auf die Art und Weise zu, wie sich Menschen im Arbeitsleben bei Projekten, Meetings und in Firmen organisieren. Microsoft erhofft sich dadurch auch eine bessere Basis für die Nutzung der eigenen Office-Produkte und der Collaboration-Tools. Zudem ließen sich die Daten auch als Grundlage für die CRM-Software von Microsoft verwenden, mit der Firmen ihre Kundenbeziehungen und Verkaufsorganisationen steuern. Und mit „Cortana“ hat Microsoft einen „digitalen Assistenten“ entwickelt, der ebenfalls von einer breiteren und tieferen Datengrundlage profitieren dürfte.
 

Investoren ließen sich von diesen Argumenten überzeugen - die Microsoft-Aktie erholte sich im Wochenverkauf wieder. Der Kurs pendelte sich bei 50 Dollar ein. Wer an der Entwicklung der Aktie hebelt partizipieren möchte, findet natürlich bei BNP Paribas auf www.bnp.de , passende Long- und Short-Produkte.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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