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Kolumne09:45 29.04.13

Börsenexperte und Autor Prof. Dr. Max Otte

Mitgegangen, mitgefangen, mitgehangen - und vielleicht doch ein Happy End?

Sehr geehrte Privatanleger,

in den letzten Monaten hatte ich an dieser Stelle einige Spekulationen auf stark gefallene Aktien angeregt, unter anderem die holländische Telekom KPN (WKN: 890963) und die kanadische Barrick Gold (WKN: 870450).

Nun hat KPN die Bedingungen der angekündigten Kapitalerhöhung bekanntgegeben. Für jede alte Aktie haben die Aktionäre das Recht, zwei neue Aktien zum Kurs von 1,06 Euro zu beziehen. Das entspricht einem theoretischen Abschlag von 35,1 Prozent zum Kurs von 2,78 Euro am 24. April.

Derzeit notiert die Aktie deutlich tiefer, da die Bezugsrechte auch einen Wert haben und gehandelt werden können. KPN muss in einer schwierigen Situation das Kapital erhöhen, um Schulden zu reduzieren und wettbewerbsfähig zu bleiben. Das hat den Kurs in den letzten Monaten enorm gedrückt. Telefonica (WKN: 850775) hatte zum Beispiel keine Kapitalerhöhung nötig, sondern stattdessen die Dividende gestrichen, um Liquidität zu sparen.

KPN ist eine der größten Positionen im PI Global Value Fund (WKN: A0NE9G) und damit derzeit der größte Verlustbringer im Fonds. Wir haben nun prinzipiell zwei Optionen: Wir können unsere Bezugsrechte verkaufen und auf diese Weise unsere Position deutlich verringern – allerdings zum ungünstigsten Zeitpunkt –, oder wir können die Kapitalerhöhung mitgehen und fast noch einmal denselben Betrag wie den Kaufkurs auf den Tisch legen. Zusätzlich lässt sich natürlich auch eine Kombination der beiden Optionen gestalten.

Wir werden einen kleinen Teil der Bezugsrechte verkaufen, die Kapitalerhöhung aber zum großen Teil mitgehen, so dass wir unser Engagement noch einmal erhöhen.

Ein Lichtblick ist die Tatsache, dass Carlos Slim, der reichste Mann der Welt, mit America Movil die Kapitalerhöhung ganz mitgeht. Sein 29prozentiger Anteil an KPN und sein Anteil an Telekom Austria (WKN: 588811) sind für ihn Eintrittstickets in den europäischen Markt. Man darf hoffen, dass durch seine Führung und Branchenkenntnis das Schiff in die richtige Richtung gelenkt wird. Wenn die Aktien dann aber deutlich in die Gewinnzone kommen sollten, werden wir unseren Anteil sofort deutlich reduzieren.

So ist es manchmal bei Spekulationen. Wenn Sie aber wissen, dass Sie spekulieren, müssen Sie das Ding auch durchziehen.

Anders sieht es bei Barrick Gold (WKN: 870450) aus. Auf den massiven Einbruch des Goldpreises haben die Goldförderer überproportional mit noch deutlicheren Kursein-brüchen reagiert. Barrick fiel wie ein Stein von 50 Dollar Anfang 2012 auf mittlerweile 19 Dollar. Das Unternehmen ist der größte und solideste Goldförderer der Welt. Nach unseren Berechnungen sollte die Aktie 60 Dollar wert sein – vom jetzigen Kurs also ein Potenzial von 200 Prozent.

Natürlich könnte der Goldpreis dauerhaft einbrechen. Aber das ist extrem unwahrscheinlich und wäre nur im Fall einer Deflationsspirale möglich. Die Notenbanken versuchen jedoch mit aller Macht, Inflation zu produzieren. In jedem normalen oder inflationären Szenario muss der Goldpreis steigen. Zudem haben die Goldförderer in den letzten Jahren auch viel Geld für nicht besonders profitable Minen ausgegeben. Diese werden jetzt stillgelegt – man konzentriert sich auf die vorhandenen profitablen Vorkommen. Mit Barrick können Sie davon profitieren.

Am Freitag zog der Kurs zwischenzeitlich bereits um sieben Prozent an.

Auf gute Investments!
Ihr


Prof. Dr. Max Otte
maxotte.de

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